Auch wenn es zuletzt ein Verwirrspiel um die Zukunft von Jupp Heynckes gegeben hat, ist nach dieser Saison wohl definitiv Schluss für den Trainer des FC Bayern. Einer, der sich weiterhin in der Pole Position auf den Nachfolge-Posten befindet, ist Thomas Tuchel. Es gibt aber noch einiges zu klären.


Oberste Prämisse bei der Trainersuche des FC Bayern: Der neue Übungsleiter, der ab der kommenden Saison Jupp Heynckes beerben soll, muss Deutsch sprechen. In diesem Zusammenhang brodelte die Gerüchteküche bereits un­auf­hör­lich. Von Jürgen Klopp über Julian Nagelsmann bis hin zu Nationaltrainer Joachim Löw waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt.


Mit Thomas Tuchel, der im vorigen Sommer seine Zusammenarbeit mit Borussia Dortmund beendete, hat sich inzwischen der Kronfavorit auf die Heynckes-Nachfolge herauskristallisiert. Nach Informationen der Sport Bild hatte sich FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic bereits im September bei BVB-Manager Michael Zorc nach Tuchel erkundigt.

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Thomas Tuchel ist Wunschkandidat der Bayern



Zorc soll dabei auf die große Qualität des Trainer hingewiesen haben, ließ aber auch die zwischenmenschlichen Probleme mit Tuchel nicht außer Acht. ​Heynckes sagte zuletzt im Sport Bild-Interview: „Ich denke, dass Thomas Tuchel die Qualität hat, auch einen FC Bayern zu trainieren.“ Konkrete Verhandlungen zwischen dem ehemaligen Dortmund-Trainer und den Bayern-Verantwortlichen hat es bisher aber noch nicht gegeben.


Hoeneß-Skepsis - Hitzfeld mahnt


Auch ein Treffen mit der kompletten Geschäftsführung blieb bisher aus. Mit Skepsis soll weiterhin Vereinsboss Uli Hoeneß eine mögliche Tuchel-Anstellung betrachten. Intern hatte der Manager unlängst geäußert, sich nicht gegen Tuchel, aber für Heynckes ausgesprochen zu haben. Das Interesse des FC Chelsea ist inzwischen abgeebbt, heißt es.


Ottmar Hitzfeld, der den deutschen Rekordmeister in zwei Amtszeiten sieben Jahre lang betreut hatte, mahnt: „Der neue Trainer muss den Kader mitgestalten, die Weichen frühzeitig gestellt werden.“ Hitzfeld glaubt indes nicht daran, dass Heynckes über den Sommer hinaus weitermacht. Seine Empfehlung: „Ende März den neuen Trainer bekannt zu geben, wäre ein vernünftiger Zeitpunkt.“