Schon im vergangenen Januar gab es großen Knatsch um Amin Younes. Unlängst sorgte der deutsche Nationalspieler mit der Verweigerung einer Einwechslung während eines Spiels von Ajax Amsterdam erneut für Negativschlagzeilen. Ein Wechsel im Sommer ist beschlossene Sache – vielleicht zu seinem Ex-Klub Borussia Mönchengladbach?


Es war schon alles geklärt, als Amin Younes im Spiel gegen den SC Heerenveen (4:1) als Einwechselspieler in die Partie kommen sollte. „Ich wollte Amin für seinen letzten Auftritt und die Trainingsarbeit belohnen, aber kurz vor dem Abpfiff empfand er es als nicht mehr unbedingt nötig“, sagte Ajax Amsterdams Trainer Erik ten Hag nach dem Spiel zu Fox Sports. Younes sträubte sich und wurde prompt aus dem Kader gestrichen.


Zwei Wochen lang muss der deutsche Nationalspieler (5 A-Einsätze) nun bei der zweiten Mannschaft verbringen, bei der er sich Gedanken um seine Zukunft machen wird. Borussia Mönchengladbach beschäftigt sich laut Bild intensiv mit einer Rückkehr des Außenbahnspielers. Younes durchlief am Niederrhein sämtliche Stationen in der Jugend. Der Durchbruch bei den Profis blieb ihm aber verwehrt.

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Verweigerte jüngst seine Einwechslung: Ajax-Profi Amin Younes (r.)


Eine gewichtige Rolle spielt jedoch der SSC Neapel, bei dem Younes im Januar ein gültiges Arbeitspapier unterzeichnet hatte. ​Der​ Wechsel zu den Partenopei scheiterte am Ende aufgrund von „familiären Gründen“, wie später die offizielle Bekanntmachung hieß. Bei den Neapolitanern hatte der 24-Jährige zuvor bereits den Medizincheck absolviert. „Er kann ruhig sagen, dass er niemals in Neapel spielen wird, aber er hat ein vom 1. Juli 2018 gültiges Arbeitspapier unterzeichnet“, sagte Mattia Grassani, Rechtsanwalt in Diensten der Neapolitaner, im Februar gegenüber Radio CRC.


Eine paradoxe Situation um Younes. Neapel hatte bereits mit einer Klage gegen den Ajax-Profi gedroht, solle dieser ab der neuen Saison nicht im Napoli-Trikot auflaufen. Younes „will es aber darauf ankommen lassen“, schreibt die Bild. Er forciere eine Rückkehr in die Bundesliga. Als interessiert gelten auch der FC Bayern, RB Leipzig sowie Schalke 04.