Fohlen-Trainer Dieter Hecking gibt sich vor der wichtigen Auswärtspartie in Leverkusen optimistisch. Er glaube, dass Bayer großen Respekt vor seinem Team habe. Nach den beiden Pleiten gegen die Werkself in Hinspiel und Pokal, soll im Topspiel am Samstag möglichst ein Sieg her, im Kampf um Europa. Acht Spieler stehen derzeit nicht zur Verfügung, dennoch könne man "eine sehr gute Mannschaft aufbieten", versichert Hecking.


Borussia Mönchengladbach trifft im Topspiel am Samstagabend (18.30 Uhr) auf Bayer Leverkusen. In der BayArena wollen die Fohlen nach den Pleiten in der Hinrunde und im Pokal-Achtelfinale etwas Zählbares gegen die Werkself mitnehmen. Im Rennen um die Europa-League-Plätze​ ist das Team von Dieter Hecking gegen den Tabellenfünften zum punkten verdammt, will man den Vier-Punkte-Abstand auf Rang sechs nicht größer werden lassen.


"Wir haben nach dem 1:5 in der Liga im Pokal die richtigen Ansätze gehabt, aber unglücklich verloren. Dennoch haben wir gezeigt, dass wir mit Leverkusen auf Augenhöhe spielen können. Das traue ich meinen Jungs auch morgen zu", gab sich Hecking auf der Pressekonferenz am Freitagmittag optimistisch. Der Ansatz für das dritte Aufeinandertreffen mit Bayer sei auch dieses Mal, "unser Spiel durchzubringen. Der Respekt der Leverkusener vor unserer Mannschaft wird sehr groß sein", glaubt der Fohlen-Coach. 

Personell gehen die Gladbacher dabei weiter am Stock. Neben den Langzeitverletzten Julio Villalba, László Bénes, Mamadou Doucouré und Tobias Strobls stehen auch Oscar Wendt, Fabian Johnson, Ibrahima Traoré und Raffael weiterhin nicht zur Verfügung. Wendt hatte unter der Woche angekündigt, dass er nach seinem in Frankfurt erlittenen Muskelteilabriss ​kommende Woche wieder einsteigen will. Fabian Johnson scheint seine hartnäckigen Rückenprobleme überstanden zu haben und konnte bereits ​wieder mit dem Team trainieren. Ein Einsatz für den US-Nationalspieler in Leverkusen kommt aber noch zu früh. Gleiches gilt für Traoré, der in dieser Woche nach seinem Muskelfaseriss im Oberschenkel wieder individuell mit dem Ball trainieren konnte.

"Wir können trotz der Personallage eine sehr gute Mannschaft aufbieten. Nur die Trainingsarbeit wird durch die vielen Ausfälle erschwert", meinte Hecking dazu. Er sei froh, dass "die Jungs, die uns derzeit verletzt fehlen, auf einem guten Weg sind. Ich hoffe, dass wir nach der Länderspielpause [nach dem 27. Spieltag am 17.3., Anm. d. Red.] wieder über mehr Alternativen verfügen", so der 53-Jährige. Am Dienstag etwa standen nur 15 gesunde Profis auf dem Trainingsplatz.


Für die Probleme im Gladbacher Spiel in den vergangenen Wochen wollte Hecking die vielen Verletzten aber nicht als Ausrede gelten lassen. Während die Offensiv-Flaute in Hannover und gegen Bremen zumindest im Ansatz gelöst werden konnte, kamen im Heimspiel gegen Werder eklatante Abwehrschwächen hinzu. Eine 2:0-Pausenführung gab Heckings Team vergangenen Freitag noch aus der Hand und ließ so zwei wichtige Punkte liegen. "Wir haben das Abwehrverhalten bei den Gegentoren gegen Werder Bremen analysiert. Das haben wir aufgearbeitet und abgehakt. Jetzt wollen wir morgen eine gute Leistung zeigen und möglichst siegen", versicherte Hecking. Die ​Startelf in der BayArena dürfte sich kaum von der gegen Bremen unterscheiden. 

Heißt, über den rechten Flügel bekommt wohl erneut Jonas Hofmann den Vorzug gegenüber Patrick Herrmann und Vincenzo Grifo. ​Letzterer konnte bislang sein enormes Potenzial noch nicht nachhaltig im Borussen-Trikot abrufen, auch wenn Hecking versicherte, er sei "natürlich eine Alternative für morgen. Vincenzo Grifo hat sehr konzentriert im Training gearbeitet."