RB Leipzig hat das Hinspiel des Europa-League-Achtelfinales mit 2:1 gegen Zenit St. Petersburg gewonnen. Bruma und Timo Werner hatten den Bundesligisten zunächst mit 2:0 in Front geschossen, kurz vor Schluss hielt Criscito die Hoffnung seines Teams fürs Rückspiel am Leben. 



​Aufstellungen:


Leipzig: Gulacsi - Laimer (46. Bernardo, Orban, Upamecano, Klostermann - Demme, Keita - Forsberg, Bruma (75. Sabitzer) - Augustin (79. Poulsen), Werner


Zenit: Lunev - Ivanovic, M. Mevlja, Mammana, Criscito - Erokhin, Kranevitter - Rigoni (80. Poloz), Kuzyaev - Kokorin - Zabolotny (57. Driussi)


Tore: 1:0 Bruma (56.), 2:0 Werner (77.), 2:1 Criscito (86.)


Gelbe Karten: Upamecano



Vor nur 25000 Zuschauern versteckten sich die Gäste nicht und gaben durch Erokhin bereits nach einer Minute den ersten Warnschuss ab. Die Hausherren kamen um die zehnte Minute durch Bruma und Werner zu ersten Abschlüssen. Glück hatten die Leipziger wenig später, als ein Fehlgriff von Keeper Gulacsi folgenlos blieb. 


Dann waren wieder die 'Roten Bullen' an der Reihe: Nach einer schönen Kombination setzte Werner den Ball allerdings über den Kasten (25.). In der Folge übernahm der Bundesligist das Kommando, Torgefahr brachte das jedoch zunächst nicht. Stattdessen liefen sich Keita & Co. immer wieder in der russischen Defensive fest. Nach 35 Minuten hatten die wenigen Heimfans den Torschrei schon auf den Lippen, Forsbergs toller Freistoß prallte jedoch vom Innenpfosten wieder ins Feld. 


Auch die letzte Großchance des ersten Durchgangs resultierte aus einem Standard: statt zu schießen legte Forsberg flach zu Demme, der direkt in den Sechzehner weiterleitete. Am Ende stocherte Werner die Kugel vorbei, so dass es mit einem 0:0 in die Kabinen ging.

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Fußballgott, was tust du? Emil Forsberg scheiterte mit einem sehenswerten Freistoß am Innenpfosten


Nach Wiederbeginn machten die Leipziger stürmisch weiter: Forsberg scheiterte aus spitzem Winkel an Lunev, Augustin traf kurz darauf nur das Außennetz. In der 56. Minute belohnten sich die Gastgeber dann endlich. Bruma tauchte nach schönem Doppelpass mit Werner völlig frei vor Lunev auf und vollstreckte eiskalt. So stark Werners Vorarbeit war, so kläglich war leider auch sein Abschluss, als er drei Minuten später ebenfalls alleine aufs Gästetor zulief. 


Nach einer Stunde wachten die Gäste auf und kamen zu einer kleinen Drangphase, doch nach wenigen Minuten nahmen die 'roten Bullen' das Heft wieder in die Hand. Eine Viertelstunde vor Schluss kam Keita in der eigenen Hälfte an den Ball, startete eine Solo und steckte dann perfekt für Werner durch. Diesmal blieb der Nationalspieler cool und lupfte über den herausstürzenden Keeper. 


Kurz vor Schluss meldete sich Zenit aus dem Nichts zurück. Upamecano ging 20 Meter vor dem eigenen Tor ungeschickt zu Werke, den fälligen Freistoß schlenzte Criscito in den Winkel. Auf diesen Rückschlag fand der Bundesligist keine Antwort mehr, so dass es nun statt mit einer ausgezeichneten nur mit einer guten Ausgangsposition ins Rückspiel geht.