​Ousmane Dembélé hat viel riskiert für seinen Wechsel zum FC Barcelona. Doch aktuell sieht es nicht danach aus, als sei der Ex-BVB-Star glücklich bei seinem "Traumverein". Verletzung, Form-Krise, mangelhafte Einstellung - Dortmund muss wegen des kindlichen Verhalten Dembélés wohl auf viel Geld verzichten.


105 Millionen Euro gab es sofort, weitere 40 Millionen waren an Bedingungen geknüpft. Auf diese Nachzahlungen muss Borussia Dortmund aller Voraussicht nach größtenteils verzichten. Erst 10 Pflichtspiele absolvierte Ousmane Dembélé für den FC Barcelona.  Aufgrund einer Verletzung, die wohl aus der trainingsfreien Zeit während seines BVB-Streiks resultiert, verpasste der 20-Jährige einen Großteil der Saison.



Doch statt topmotiviert zurückzukehren, ließ sich der Streik-Profi hängen. Partys, Fast-Food, Faulheit - das "enfant terrible" macht in Katalonien da weiter, wo es in Dortmund aufgehört hat. Seinem Verhalten setzte er im letzten Ligaspiel gegen Atlético die Krone auf. Statt sich mit seinen Kollegen warm zu machen, stand er bewegungslos an der Seitenaus-Linie. Dembélé verscherzt es sich auch mit seinem neuen Arbeitgeber.


Und wieder einmal ist Borussia Dortmund der Verlierer, denn die Bedingungen der Bonuszahlungen erfüllt Dembélé aktuell kaum. Wie der Spiegel auf Berufung von Football Leaks erfuhr, würde der BVB fünf Millionen Euro für je 25 Pflichtspiele erhalten, fällig bis zum 100. Einsatz. Auf diese Marke wird er in dieser Saison nicht mehr kommen. Immerhin: für die Teilnahme Barcelonas an der Champions League in den nächsten beiden Jahren, die so gut wie sicher sind (auch ohne die Hilfe von Dembélé), erhält der BVB je zehn Millionen Euro. Nochmal fünf Millionen gäbe es, sollten die Katalanen die Königsklasse gewinnen.


Doch auch wenn sich Barca dazu entschließen würde, den Trotzkopf im Sommer wieder zu verkaufen, würde der BVB laut Informationen der BILD-Zeitung satte 20 Millionen Euro kassieren. 


Ousmane Dembélé befindet sich am Scheideweg seiner Karriere. Er hatte beste Chancen der kommende Weltfusballer zu werden. Doch mangelnder Charakter, Intellekt, Team-Spirit - was auch immer - sorgen dafür, dass sich der Franzose aktuell zu einem der größten Missverständnisse im Weltfussball entwickelt. Noch kann der Rechtsaußen die Kurve kriegen. Er sollte nur möglichst bald einlenken.