​Am Samstagnachmittag konnte sich der FC Schalke 04 zuhause gegen Hertha BSC mit 1:0 durchsetzen. Bei der Partie am 25. Spieltag kamen die Herthaner gut ins Spiel, leisteten sich in der Defensive aber eine kollektive Nachlässigkeit, die von Marko Pjaca in der 37. Spielminute bestraft wurde. In der zweiten Hälfte ließen die 'Königsblauen' nur wenig anbrennen und brachten den knappen Heimsieg über die Ziellinie.


FC Schalke 04 - Hertha BSC 1:0 (1:0)

Tore: 1:0 Pjaca (37.)


Schalke-Trainer Domenico Tedesco musste nach dem 2:0-Erfolg über Bayer 04 Leverkusen auf drei Stammkräfte verzichten. Im Zentrum fehlte den 'Königsblauen' der angeschlagene Leon Goretzka. Nabil Bentaleb erhielt dafür eine Chance sich mal wieder zu beweisen. Im Sturm musste Guido Burgstaller gelb-gesperrt passen, Marko Pjaca rückte dafür in die Startelf. In der Verteidigung durfte Benjamin Stambouli für Thilo Kehrer ran.


Bei den Gästen aus der Hauptstadt veränderte Trainer Pal Dardai seine Mannschaft, nach dem Punktgewinn gegen die Bayern, auf zwei Positionen. In der Innenverteidigung fiel Jordan Torunarigha aufgrund eines Infekts aus. Der Youngster wurde durch Karim Rekik ersetzt, der sich nach auskuriertem Faserriss wieder fit meldete. In der Mittelfeldzentrale ersetzte Youngster Arne Maier den ebenfalls unpässlichen Vladimir Darida, der derzeit an einer Fußverletzung laboriert.


Vor 61.578 Zuschauern in der Veltins-Arena kamen die Gastgeber mit viel Druck ins Spiel. Nach zwei Minuten prüfte Daniel Caligiuri mit einer verunglückten Flanke zum ersten Mal Hertha-Torhüter Rune Jarstein. Der Norweger war aber auf dem Pfosten und lenkte das Leder noch über die Latte. Kurze Zeit später versuchte es Marko Pjaca aus der Distanz, jedoch ohne Erfolg. Die 'Königsblauen' störten den Spielaufbau der Gäste schon früh und zeigten sich sehr bissig im Zweikampf. Mit fortlaufender Spieldauer konnten die tief stehenden Berliner das Spiel aber etwas beruhigen.


Das ersten offensiven Lebenszeichen sendeten die Spieler von Pal Dardai in der 12. Spielminute. Sturmspitze Davie Selke fasste sich in Höhe des Sechzehners ein Herz und zwang Schalke-Keeper Ralf Fährmann zu einer sehenswerten Parade. Nur wenig Minuten später tauchten die Hauptstädter nach zwei Standardsituationen nochmals gefährlich vor dem Schalker Gehäuse auf. In der 15. Spielminute hätte Niklas Stark, nach einer Vorlage von Salomon Kalou, den Ball nur noch über die Linie drücken müssen. Er traf den Ball aber nicht richtig und so landete das Leder in den Händen von Ralf Fährmann.

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Beide Mannschaften kämpften um jeden Meter


Auch in der Folge agierten die Berliner mutig und konnten mit einigen schönen Ballstafetten auch ihre spielerischen Qualitäten andeuten. Den 'Knappen' war der Ausfall von Leon Goretzka anzumerken. Das neue Duo im defensiven Mittelfeld brauchte etwas Zeit um sich aufeinander abzustimmen. Im Laufe der ersten Hälfte steigerten sich Nabil Bentaleb und May Meyer jedoch und konnten gute Impulse setzten.


Die Partie flachte etwas ab, war aber dennoch noch auf ordentlichem Bundesliga-Niveau. Beide Mannschaften stellten sich in der Defensive auf ihren Gegner etwas besser ein. Doch als bereits vieles auf ein Remis zur Halbzeit hindeutete, schlugen die Gastgeber in der 37. Spielminute dann doch plötzlich zu. Eine wunderschöne Seitenverlagerung von Nabil Bentaleb landete bei Daniel Caligiuri, dessen Hereingabe in den Strafraum bis zu Marko Pjaca durchrutschte. Der Kroate fackelte nicht lange und hatte aus wenigen Metern Torentfernung keine Mühe den Ball per Direktabnahme im Tor der Berliner zu versenken. Bei der ganzen Aktion agierte die Defensive der Herthaner viel zu zögerlich und so durften sich die Gäste über den Rückstand zur Pause nicht beschweren.


Hertha findet keine Lösungen - Schalke wartet ab


Zu Beginn der zweiten Hälfte liefen die Berliner die Gastgeber etwas früher an. Die Schalker reagierten jedoch souverän und boten auch weiterhin wenig Räume an. Die Gäste scheuten weiterhin das Risiko und so plätscherte die Partie in der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel vor sich hin. Gefährlich wurden die Berliner dabei allenfalls durch Standards.


In der 64. Spielminute brachte Pal Dardai Spielmacher Ondrej Duda für den heute blassen Arne Maier. Doch auch der 23-jährige Slowake konnte dem Spiel der Herthaner nicht wieder mehr Leben einhauchen. Dennoch ließen die 'Knappen' zu viele Distanzschüsse der Berliner zu. Ralf Fährmann hatte mit den Abschlüssen aber auch keine größeren Probleme.

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Breel Embolo spielte unauffällig und leistete sich einige unnötige Ballverluste


In der Offensive der Berliner war Salomon Kalou noch am auffälligsten, konnte sich aber nur selten im Strafraum gegen die robusten Verteidiger von Domenico Tedesco durchsetzen. Davie Selke ging hingegen ziemlich unter und wurde in der 73. Spielminute durch Vedad Ibisevic ersetzt. Die Herthaner stellten in der Folge auf eine Doppelspitze um. Die Gastgeber zeigten sich nur sehr selten im gegnerischen Angriffsdrittel und vertrauten auf ihre defensive Stabilität.


Die Herthaner waren aufgrund der Torabschlüsse in der zweiten Spielzeit dem 1:1 näher als die Schalker dem 2:0. Die 'Königsblauen' wurden für ihre passive Spielweise aber nicht bestraft und konnten sich über den dritten Sieg in Folge freuen. Durch den Dreier springen die Schalker zwischenzeitlich auf den 2. Tabellenplatz.


Spieler des Spiels:

Daniel Caligiuri bereitete das 1:0 durch Marko Pjaca vor und war auch sonst einer der Aktivposten bei den Schalkern.


Flop des Spiels:

Breel Embolo war bei den Schalkern nicht gut eingebunden und leistete sich viele Ballverluste. Nach seiner blassen Darbietung wurde er in der 80. Spielminute ausgewechselt.


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