Die TSG 1899 Hoffenheim und Hansi Flick gehen ab sofort getrennte Wege. Bereits seit Beginn des Jahres machten entsprechende Gerüchte die Runde, nun ist es offiziell. Der ehemalige Co-Trainer von Bundestrainer Joachim Löw und spätere DFB-Sportdirektor hatte die Position des Geschäftsführer Sport bei den Kraichgauern erst im vergangenen Sommer übernommen.


Diese Trennung hatte sich in den vergangenen Wochen angedeutet und wurde nun vollzogen. Laut einer ​offiziellen Pressemitteilung von 1899 Hoffenheim ist Hansi Flick ab sofort kein Bestandteil der Führungsetage des Bundesligisten mehr. Vereinsmäzen Dietmar Hopp erklärte die in beidseitigem Einvernehmen getroffene Entscheidung wie folgt: "In einem Vier-Augen-Gespräch Ende Januar wurde deutlich, dass es über die Rolle und Aufgabe von Hansi Flick unterschiedliche Auffassungen gibt."

Warum genau es keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit mehr gab, geht allerdings auch aus den folgenden Worten Hopps nicht hervor: "Als kleiner Klub, der sich in einem professionellen Umfeld bewegt, sind wir darauf angewiesen, unsere Möglichkeiten optimal zu nutzen. Dazu ist es nötig, dass gerade die Führungskräfte sich in ihrer Position wohl fühlen und mit hoher Effizienz arbeiten."


Flick lehnt Zusammenarbeit in beratender Funktion ab


Beide Seiten wiesen ausdrücklich darauf hin, dass es innerhalb der TSG-Führung entgegen anders lautender Presseberichte "keine Machtkämpfe oder abgelehnte Strukturpläne" gegeben habe. Ganz sachlich fasste der ehemalige Assistent von Jogi Löw seinen Abschied aus Hoffenheim zusammen: "Dietmar Hopp und ich hatten zuletzt mehrere intensive und vertrauliche Gespräche geführt. Wir hatten vereinbart, alles erst einmal in Ruhe sacken zu lassen und uns dann noch einmal zu treffen. Nun haben wir gemeinsam entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden."

TSG 1899 Hoffenheim v FC Augsburg - Bundesliga

Hopp bestätigte "unterschiedliche Auffassungen" im Verhältnis mit Flick.



Von 2000 bis 2005 hatte der Heidelberger die Hoffenheimer als Trainer betreut, der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang in seiner Ära allerdings nicht. Deutlich kürzer fiel nun die zweite Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Verein aus. Auch wenn Dietmar Hopp darauf hinwies, dass "wir Hansi Flick in beratender Funktion gerne an den Klub gebunden hätten", kam es diesbezüglich zu keiner Einigung. Angeblich kommt er nun ​in den Genuss einer hohen Abfindung.