Paris Saint-Germain könnte Wunderkind Kylian Mbappé schon am kommenden Saisonende wieder verkaufen. Spanischen Medienberichten zufolge soll sich Rekordtransfer Neymar an der Seite des 19-Jährigen nicht wohlfühlen. Der kürzlich zu Ex-Klub FC Barcelona gewechselten Landsmann und Neymar-Kumpel Philippe Coutinho wird als Nachfolger thematisiert.


Wie El Pais unter Berufung auf eine Quelle aus dem Vereinsumfeld des französischen Tabellenführers PSG berichtet, soll Neymar gegenüber der Klub-Führung durch einen Mittelsmann geäußert haben, dass er sich an der Seite von Kylian Mbappé auf dem Feld unwohl fühlt. Das Zusammenspiel der beiden PSG-Profis habe sich zuletzt deutlich verschlechtert, sowohl auf als auch neben dem Platz. 


Laut des Berichts hat infolgedessen ein Vereinsverantwortlicher der Pariser die Idee aufgegriffen, ein Tauschgeschäft mit den Katalanen zu forcieren, in dem man für das 19-jährige Sturmjuwel den brasilianischen Offensivallrounder Coutinho und eine zweistellige Millionenablöse erhalten könnte.

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Würde sich wahrscheinlich seinen Teamkollegen aus der "Selecao" auch im Klub als Mitspieler wünschen: Brasilien-Superstar Neymar (r.) 


Philippe Coutinho war erst in diesem Winter-Transferfenster für 120 Millionen Euro (Ablöse kann durch Boni noch auf 160 Mio. ansteigen) vom FC Liverpool zu Neymars Ex-Klub nach Spanien gewechselt. PSG-Juwel Kylian Mbappé hingegen war im vergangenen Sommer auf Leihbasis vom amtierenden Meister AS Monaco aus dem Fürstentum zu den Hauptstädtern gewechselt, muss nach dem seit dem Wochenende auch offiziell sicheren Nicht-Abstieg des Tabellenführers aber für 145 Millionen Euro inklusive 35 Millionen Euro Bonuszahlungen fest verpflichtet werden. In der laufenden Saison kommt der französische Nationalspieler auf 15 Tore und 14 Vorlagen in 32 Pflichtspielen.


Der katarische Milliardär und Eigentümer von Paris St. Germain Nasser Al-Khelaifi soll dem Blatt zufolge bereits über den Gemütszustand Neymars informiert sein und dem vorgeschlagenen Deal nicht abgeneigt gegenüberstehen, um den Brasilianer glücklich zu machen und so möglichst langfristig an der Seine zu halten. Der 26-Jährige steht aktuell noch bis 2022 bei Paris St. Germain unter Vertrag. Der FC Barcelona soll an einer Verpflichtung von Mbappé ebenfalls interessiert sein. Auch Manchester City horcht nun auf. 


Sollte das Verhältnis zwischen den beiden Offensiv-Stars nicht besser werden, wird PSG sich wohl von Mbappé trennen, der ohnehin in der Kabine und auf dem Feld Anfeindungen über sich ergehen lassen muss.