Als Pal Dardai unter der Woche davon sprach, ​in München durchaus etwas mitnehmen zu können, wurde er hierfür mit Sicherheit von nicht wenigen Experten belächelt. Zu oft hatte man ähnliche Statements von Verantwortlichen anderer Klubs vor dem Gastspiel beim Rekordmeister gehört – und so gut wie immer gingen die jeweiligen Mannschaften anschließend baden.


Die Hertha aber erwehrte sich den Angriffen der Bayern und nahm nicht unverdient einen Punkt aus der bayerischen Metropole mit. „Hier einen Punkt mitzunehmen, ist eine großartige Sache. Mehr war nicht drin. Wir müssen sehr, sehr zufrieden sein“, äußerte Dardai entsprechend zufrieden.

Und der Hertha-Coach schwärmte vom Einsatzwillen und der Leidenschaft seiner Mannschaft: „Es war der Kampfgeist und die Laufbereitschaft, damit haben wir einen Punkt verdient. Wir haben defensiv sehr gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“


Dardai möchte gerne langfristig etwas aufbauen an der Spree. „Ich spüre das Vertrauen von Michael Preetz“, ist sich Dardai seines Jobs sicher. Und der 41-jährige erklärte im Doppelpass: „Ich habe den Traum, dass wir mal so etwas erreichen wie Ajax. Aber das ist eine Vision und braucht natürlich ein wenig Zeit.“

Zeit, die dem Ungarn in der Hauptstadt nur allzu gerne zur Verfügung gestellt wird. Mit nun drei Remis in Serie hat sich die Hertha langsam aber sicher zum Angstgegner der Bayern entwickelt. Und künftig dürften Dardais „Drohungen“ allerorts für voll genommen werden.