DORTMUND, GERMANY - FEBRUARY 10:  (L-R Rick van Drongelen,Head coach Bernd Hollerbach amd Gotoku Sakai of Hamburg appears frustrated after the Bundesliga match between Borussia Dortmund and Hamburger SV at Signal Iduna Park on February 10, 2018 in Dortmund, Germany.  (Photo by Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images)

Nordderby: Die voraussichtliche Aufstellung des HSV gegen Werder

Mit "kühlem Kopf" aber "heißen Herzen" will HSV-Trainer Bernd Hollerbach "emotionale" Nordderby gegen Werder Bremen am Samstagabend (18.30 Uhr) angehen. Der Tabellen-17. von der Elbe muss im Weserstadion dringend punkten, um den Anschluss im Kampf um den Klassenerhalt nicht zu verlieren. Ein Sieg würde den HSV nicht nur bis auf drei Punkte an Werder heranbringen - er würde auch die aufgeheizte Stimmung unter den Anhängern wieder etwas beruhigen.


So könnte die Startelf des HSV in Bremen aussehen:

11. Tor: Christian Mathenia

Nach der Winterpause hatte Mathenia kurzzeitig seinen Stammplatz an Julian Pollersbeck verloren. Mit der Ankunft von Bernd Hollerbach kehrte aber auch der 25-Jährige zwischen die Pfosten des HSV zurück. Anders als in der sehr wackeligen Vorrunde hält Mathenia seither solide.

10. RIV: Mergim Mavraj

Unter Bernd Hollerbach agiert der Hamburger SV in der Abwehr mit einer Dreierkette. In dieser Formation kann man den Vorletzten auch im Nordderby gegen Werder erwarten. Mergim Mavraj wird wie schon gegen Bayer Leverkusen voraussichtlich wieder als rechter Innenverteidiger beginnen.

9. IV: Kyriakos Papadopoulos

Das Derby gegen Werder ist wie geschaffen für einen Spieler wie Kyriakos Papadopoulos. Der Grieche sollte allerdings versuchen seine Emotionen im Zaum zu halten. In Dortmund Gelb-Rot gesperrt, kehrte der 26-Jährige gegen Leverkusen in die Startelf zurück und wird wohl auch am Samstagabend als zentraler Mann der Dreierkette auflaufen.

8. LIV: Rick van Drongelen

Der niederländische Youngster ist bei Bernd Hollerbach gesetzt und verpasste unter dem neuen HSV-Coach in den vier Bundesliga-Spielen keine Minute. Gegen Werder wird der 19 Jahre alte van Drongelen erneut als linker Innenverteidiger in der Startelf stehen. Gegen Leverkusen überzeugte er mit 71 Prozent gewonnener Zweikämpfe.

7. RAV: Gotoku Sakai

Auch der HSV-Kapitän ist unter Hollerbach wieder unumstritten und verpasste noch keine Minute. Sakai spielte zuletzt wieder auf seiner Lieblingsposition auf dem rechten defensiven Flügel und hat dort Dennis Diekmeier verdrängt. Gegen Werder wird der japanische Nationalspieler wohl erneut den Vorzug bekommen.

6. DM: Gideon Jung

Der U21-Nationalspieler kann sowohl als Innenverteidiger als auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Wie schon letzte Woche gegen die Werkself wird Jung voraussichtlich in der Mittelfeld-Zentrale neben einem "Sonder-Urlauber" von Beginn an auflaufen. Trotz einer sehr mäßigen Leistung gegen Bayer sollte Jung auch mangels Alternativen im Team bleiben.

5. ZM: Walace

Albin Ekdal ist gegen Werder wohl noch keine Alternative. "Ekdal geht es besser. Wir müssen schauen, ich rechne allerdings eher gegen Mainz mit ihm", sagte Hollerbach auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Der HSV-Coach plant dagegen mit dem Brasilianer Walace, der unter der Woche im Sonderurlaub in der Heimat weilte, um dort seine frisch geborene Tochter zu besuchen. "Ich vertraue Walace. Er war sehr glücklich, dass er bei seinem Kind sein konnte. Ich erwarte ihn am Freitag zurück, dann werden wir sehen, wie fit er nach der Reise ist. Wir werden deswegen mit 19 Mann nach Bremen reisen", so Hollerbach. Heisst: Fühlt sich der 22-Jährige bereit, wird er in der Startelf stehen.

4. LAV: Douglas Santos

Der zweite Brasilianer beim HSV spielte in den vergangenen Wochen eigentlich sehr gut. Gegen Leverkusen unterlief Douglas Santos allerdings vor dem 0:1 durch Leon Bailey ein folgenschwerer Patzer. Hollerbach dürfte dem 23 Jahre alten Olympiasieger von Rio dennoch weiter vertrauen.

3. ROM: Aaron Hunt

Im erwarteten 3-4-3-System der Hamburger stehen nur drei offensiv ausgerichtete Spieler auf dem Platz. Gegen seinen Ex-Klub Werder könnte im rechten offensiven Mittelfeld Aaron Hunt für Sejad Salihovic ins Team rücken. Ein Tor und zwei Vorlagen konnte der 31-Jährige in dieser Spielzeit bislang auflegen.

2. LOM: Filip Kostic

Über die linke Seite oder aber auch als zweite Spitze wird voraussichtlich Filip Kostic auflaufen. Auch wenn der serbische Nationalspieler gegen Leverkusen blass blieb - mit vier Toren ist er Hamburgs bester Torschütze der laufenden Saison und sollte als schneller, konterstarker Spieler auch im Weserstadion beginnen dürfen.

1. MS: André Hahn

Die Sturmflaute beim HSV ist mit erst 18 Treffern in 23 Spielen eklatant. Für US-Angreifer Bobby Wood scheint das Tor wie vernagelt, Youngster Fiete Arp kann die Hoffnungen im Abstiegskampf noch nicht alleine tragen. Eine mögliche Lösung wäre André Hahn ins Sturmzentrum zu versetzten. Der 27-Jährige traf gegen Leverkusen nach seiner Einwechslung und ist mit jetzt drei Saisontoren hinter Kostic der gefährlichste Angreifer beim HSV. Hollerbach brachte Hahn schon in Leipzig auf dieser Position.

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