Werders US-Talent Josh Sargent wird am Dienstag 18 Jahre alt und darf nun endlich einen Profi-Vertrag unterschreiben. Der Mittelstürmer könnte in der U19 am Samstag sein Debüt im Werder-Trikot feiern. Für die Profis darf Amerikas Nachwuchsspieler des Jahres ab ersten Juli auf Torejagd gehen.


Nach Christian Pulisic und Weston McKennie will Josh Sargent das nächste US-Talent in der Bundesliga werden. Der Mittelstürmer wechselte bereits im Januar von seiner Universität in St. Louis zu Werder Bremen - am Dienstag durfte er seinen ersten Profi-Vertrag unterschreiben.

Sargent und Werder musste mit dem Kontrakt warten bis der US-Youngster volljährig ist. Mit seinem 18. Geburtstag kann Sergant nun unterschreiben und ab sofort zumindest in der U19 auf Torejagd gehen. Die Spielberechtigung für die Profis und die Drittliga-Mannschaft von Werder folgt am ersten Juli.

Amerikas Jugendspieler des Jahres 2017 hatte ein turbulentes Jahr hinter sich, bei dem er als erster US-Spieler für drei Auswahlmannschaften nominiert wurde. Im Mai und Juni spielte Sargent mit der U20-Auswahl die Weltmeisterschaft in Südkorea. Der Mittelstürmer schoss bis zum Ausscheiden im Viertelfinale in fünf Spielen vier Tore und wurde anschließend mit dem "silbernen Schuh" als zweitbester Torschütze des Turniers ausgezeichnet.


Im Oktober führte er die amerikanische U17 als Kapitän bei der WM in Indien ebenfalls bis unter die letzten Acht. In den fünf Spielen gelangen Sargent dabei drei Treffer. Das Highlight folgte dann im November, als er für das A-Team für das Testspiel gegen Portugal nominiert wurde, allerdings nicht zum Einsatz kam.


Zu diesem Zeitpunkt stand sein Wechsel zu Werder bereits fest. Die Bremer hatten sich gegen große internationale Konkurrenz durchgesetzt. "Ich habe einige Klubs besucht und sie waren alle super. Aber es gab eine Sache, die Bremen von all den anderen unterschieden hat: Ich habe mich direkt wie zuhause gefühlt, als ich das erste Mal hier war", erklärte Sargent damals seine Entscheidung nach Bremen zu wechseln. Dort wolle er am liebsten in die Fußstapfen von Kevin de Bruyne und Serge Gnabry treten, so der Youngster weiter.


Sein größtes Vorbild sei aber Robert Lewandowski, den er als "besten Stürmer der Welt" bezeichnete. Am Samstag könnte er seine Torjägerqualitäten zum ersten Mal in Grün und Weiß unter Beweis stellen. In der A-Jugend Bundesliga Nord/Nordost trifft Werder als Tabellenzweiter auf den fünften RB Leipzig (11 Uhr). 

Ab Sommer ist Sargent dann aber laut Kaderplaner Tim Steidten zunächst in der Reserve in der dritten Liga eingeplant. Dort soll er Spielpraxis erhalten und sich für die Bundesliga empfehlen. "Wir haben Joshua schon sehr lange im auf dem Zettel. Er bringt sehr gute Voraussetzungen mit und gehört zu den vielversprechendsten Talenten seines Jahrgangs weltweit", zeigte sich Steidten schon bei Sargents Verpflichtung begeistert.