Es war schon ein befremdlicher Anblick, den der ​Rasen des Gladbacher Borussia Parks im Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Dortmund vermittelte. Der Begriff „Flickenteppich“ dürfte dem Geläuf daher noch eher geschmeichelt haben. Und so war es wenig verwunderlich, dass wenige Stunden vor Spielbeginn sogar medial eine mögliche Absage des Spiels thematisiert wurde.


Die Verantwortlichen allerdings nahmen den Rasen, der diesen Namen nur stückweise verdiente, professionell. BVB-Trainer Peter Stöger sagte vor der Begegnung: „Mal sehen, wie schlecht der Rasen beim Spiel wirklich wird. Man muss sich darauf einstellen, das ist unser Job.“ Aber der Österreicher ergänzte auch, dass der Rasen schon extrem „unangenehm“ zu bespielen sei, ohne jedoch verschmitzt lächelnd nachzuschieben: „Aber auch für die Gladbacher, die ja auch versuchen wollen, spielerische Lösungen zu finden.“


BVB-Star Mario Götze hatte nach dem Abpfiff des 1:0-Siegs aus Sicht der Dortmunder folgendes zum Rasen gegenüber Reviersport zu sagen: "Die ersten 20 Minuten waren für mich wie Eiskunstlaufen." Kapitän Sokratis benutzte sogar den Begriff: "Skandal."

Gladbach-Trainer Dieter Hecking wiegelte das Thema gewohnt stoisch ruhig ab: „Das liegt an der Witterung. Die Plätze sehen im Moment überall nicht toll aus. Darüber rege ich mich nicht auf.“ Zumal sich der Coach der „Fohlen“ zum nächsten Heimspiel gegen Werder Bremen auch auf einen neuen Rasen freuen darf. Dieser wird aus den Niederlanden geliefert und bis zum 02. März verlegt sein.

Unterdessen wurde bekannt, dass der Grund für das unrunde Geläuf ein ganz einfacher ist: Die Gladbacher Borussia ist derzeit verstärkt auf der Suche nach einem Greenkeeper. Bewerbungen dürften jetzt wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen.