​Der SC Freiburg hat sich durch einen Sieg gegen den direkten Konkurrenten Werder Bremen im Abstiegskampf Luft verschafft. Das Tor des Tages erzielte Nils Petersen vom Punkt, kurz vor Schluss verschoss Haberer noch einen Strafstoß. Die Gäste waren zwischenzeitlich nahe am Ausgleich, müssen sich aber vorwerfen lassen, gerade im ersten Durchgang zu wenig getan zu haben.



Aufstellungen:


Freiburg: Schwolow - Stenzel (85. Kübler), Gulde, Söyüncü, Günter - Abrashi, Koch - Höler (76. Kath), Terrazzino (69. Kleindienst) - Haberer - Petersen


Werder: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augsutinsson - Bargfrede (77. Gondorf) - Delaney, Eggestein (64. Belfodil) - Johansson (74. Rashica), Kainz - Kruse


Tore: 1:0 Petersen (FE, 24.)


Gelbe Karten: Abrashi, Haberer - Veljkovic, Delaney


Bes. Vorkommnis: Haberer verschießt Foulelfmeter (88.)



Seinem Ruf als sonnigste Stadt Deutschlands wurde Freiburg an diesem Nachmittag nicht gerecht, stattdessen war Schneeregen angesagt. Das Spiel passte sich den äußeren Bedingungen an: Terrazzino versprühte kurz nach Anpfiff immerhin einen Hauch von Torgefahr, ansonsten sollte man über die Anfangsphase besser den Mantel des Schweigens hüllen.


Nach 23 Minuten änderte sich das aus dem Nichts: Johansson ging im eigenen Sechzehner extrem ungeschickt gegen Terrazzino zu Werke, Schiri Hartmann zeigte auf den Punkt. Nils Petersen ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte souverän - 50. Bundesligator für den 29-Jährigen.


Haberer und Koch hätten nach Freistoßflanken von Günter nachlegen können, scheiterten aber jeweils an Pavlenka. Auf der anderen Seite kam auch Werder nach einer Standardsituation zu einer Chance, Moisander brachte aber keinen Druck hinter den Ball. Mehr hatten die Norddeutschen nicht im Köcher, so dass die Pausenführung für die Hausherren absolut in Ordnung ging. 

Sport-Club Freiburg v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

Nils Petersen erzielte vom Punkt sein 50. Bundesligator


Nach Wiederanpfiff sah es zunächst so aus, als ob Florian Kohfeldt in der Kabine die richtigen Worte gefunden hatte. Kruses Schuss wurde geblockt, den Abpraller setzte Augustinsson knapp neben den Kasten (50.). Mehr ließen die nun tief stehenden Freiburger aber zunächst nicht zu, nach vorne machten sie aber auch nicht viel. 


Mit zunehmender Spieldauer wurde Werder - nun mit Belfodil als zweiter Spitze - wieder gefährlicher. Söyüncü klärte nach Flanke von Gebre Selassie in höchster Not, Delaneys Volleyschuss rauschte knapp drüber. Wenig später verpasste der Däne eine Hereingabe von Kruse nur um Zentimeter.


Der Druck der Gäste nahm nun immer mehr zu. Schwolow und Söyüncü konnten nach einer Ecke gerade noch so mit vereinten Kräften klären, Gebre Selassies Kopfball war zu mittig, Augustinsson Schuss wurde abgeblockt. In der 86. Minute forderte Kruse nach einem Kontakt mit Koch Elfmeter, Hartmanns Pfeife blieb jedoch stumm. Wenige Sekunden später gab es dann einen Strafstoß, allerdings auf der anderen Seite: Veljkovic hatte Petersen gelegt. Diesmal trat Haberer an und traf die Latte - Entscheidung vertagt. Daraus konnte Werder allerdings kein Kapital schlagen, es blieb beim knappen Sieg für die Mannschaft von Christian Streich.