​Zum Abschluss des 22. Spieltags feierte der SV Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg einen verdienten 3:1-Heimerfolg. Der Gastgeber ging bereits früh in Führung und ließ gegen die über weite Strecken harmlose Offensive der 'Wölfe' nicht viele Chancen zu. Florian Kainz sorgte in der zweiten Halbzeit für die Entscheidung und bescherte den Grün-Weißen mit seinem Doppelpack einen Big Point im Abstiegskampf.


SV Werder Bremen -  VfL Wolfsburg 3:1 (2:0)

Tore: 1:0 Ludwig Augustinsson (5.), ​2:0 Florian Kainz (40.), 2:1 Paul Verhaegh (49., Foulelfmeter), 3:1 Florian Kainz (72.)


Werder-Coach Florian Kohfeldt ließ seine Startelf nach der 2:4-Niederlage im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Bayer 04 Leverkusen nahezu unverändert. Philipp Bargfrede erhielt im zentralen Mittelfeld den Vorzug vor Thomas Delaney. 


Für die Gäste aus Wolfsburg war unter der Woche im DFB-Pokal-Viertelfinale ebenfalls Endstation. Im Vergleich zur 0:1-Niederlage in Gelsenkirchen baute VfL-Cheftrainer Martin Schmidt seine Anfangsformation auf vier Positionen um. Paul Verhaegh, William, Josip Brekalo und Victor Osimhen ersetzten Sebastian Jung, Divock Origi, Marcel Tisserand und Yannick Gerhardt.

Der Gastgeber erwischte einen Auftakt nach Maß und ging mit der ersten Chance in Führung. Einen Eckball von Kapitän Zlatko Junuzovic köpfte Ludwig Augustinsson wuchtig in die Maschen (5.). Für den Linksverteidiger war es zugleich der erste Treffer im deutschen Fußball-Oberhaus. Nach dem frühen Rückstand waren die 'Wölfe' um eine schnelle Antwort bemüht. Gegen die gut stehende Werder-Defensive fand die Schmidt-Elf jedoch kaum ein Durchkommen. Zwei Eckstöße der Niedersachsen verpufften wirkungslos. Auf der Gegenseite war Koen Casteels gegen Maximilian Eggestein zur Stelle ​(17.). 


In der Folgezeit blieben zwingende Torchancen Mangelware. Mit der Führung im Rücken richteten die Hausherren ihren Fokus auf die Defensive und suchten nur selten den Weg nach vorne. Wolfsburg verzeichnete zwar deutlich mehr Ballbesitz, konnte daraus allerdings kein Kapital schlagen. Aron Johannsson fand mit einer Hereingabe den frei stehenden Eggestein, dessen unplatzierter Kopfball leichte Beute für Casteels darstellte (29.). Werder übernahm nun mehr und mehr die Spielkontrolle und erarbeitete sich weitere Chancen. Nach einem Eckstoß landete der Ball über Umwege bei Niklas Moisander, der mit einem Volleyschuss die Latte traf (31.). 

Kainz (34.) und Max Kruse (36.) hatten bei ihren Abschlüssen das Visier zu hoch eingestellt. Wenige Minuten vor der Pause machte es der Österreicher deutlich besser. Aus halblinker Position schlenzte Kainz einen Abpraller unhaltbar ins rechte Toreck (40.). Nach einem Freistoß setzte Osimhen einen Kopfball neben das Werder-Gehäuse(43.). Mit einer verdienten 2:0-Führung für den Gastgeber ging es in die Halbzeitpause. 


Personell unverändert gingen beide Mannschaften den zweiten Spielabschnitt an. Die 'Wölfe' setzten nach der Pause die ersten Akzente in der Offensive. Nachdem sich Moisander bei einer Flanke verschätzte, scheiterte Osimhen an Werder-Schlussmann Jiri Pavlenka (48.). Nur eine Zeigerumdrehung später stand der Innenverteidiger erneut im Mittelpunkt. Moisander brachte Robin Knoche im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Deniz Aytekin entschied auf Elfmeter, den Verhaegh im Nachschuss verwandelte (49.). 

SV Werder Bremen v VfL Wolfsburg - Bundesliga

Paul Verhaegh (Nummer 3) erzielte im Nachschuss den Anschlusstreffer


Der Gegentreffer zeigte bei den Gastgebern Wirkung. Die Bremer brauchten eine gewisse Zeit, um wieder in die Spur zu finden. Die 'Wölfe' witterten nun ihre Chance, blieben in der Offensive jedoch weitestgehend ungefährlich. Ein Kopfball von Osimhen verfehlte sein Ziel erneut (52.). In der Folge ließen viele Unterbrechungen keinen richtigen Spielfluss aufkommen. Beide Übungsleiter versuchten mit frischem Personal neue Impulse zu setzen. Nach einem Ballverlust von Bruma sorgte Kainz für die Vorentscheidung. Kruse setzte den 25-Jährigen in Szene, der durch die Beine von Casteels zum 3:1 traf (72.).


In der Schlussphase verwaltete der Gastgeber geschickt das Ergebnis und lauerte auf Konter. Von den Gästen aus Wolfsburg kam nicht mehr viel. Ein Distanzschuss von Yunus Malli stellte Pavlenka vor keine größeren Probleme (77.). In der 90. Spielminute versuchte sich Maximilian Arnold ebenfalls aus der Distanz, verfehlte sein Ziel jedoch deutlich. Nachdem Schiedsrichter Aytekin in der Nachspielzeit gleich vier Wolfsburger Akteure verwarnt hatte, pfiff er die Partie ab. Letztendlich feierte Werder einen verdienten 3:1-Heimerfolg.