Die Annäherung zwischen Hannover 96 und der aktiven Fanszene ist offenbar doch nicht so groß, wie es in den vergangenen Tagen den Eindruck gemacht hatte. Angeblich erhielt Horst Heldt einen Forderungs-Katalog, der beinahe schon einer Erpressung gleichkommt - wenngleich der Manager das nicht so aufgefasst zu haben scheint.


Am Samstag wird es in der HDI-Arena wieder laut. Die "Aktive Fanszene Hannover 96" hat in einer Abstimmung entschieden, dem ​Stimmungsboykott vorerst ein Ende zu setzen. In den kommenden drei Spielen werden die Ultras ihre Mannschaft demnach wieder unterstützen. Den Auftakt macht morgen (15:30 Uhr) die Partie Hannover 96 gegen den SC Freiburg.

Allerdings kann es im Stadion der Roten ganz schnell wieder still werden - dann nämlich, wenn der Verein den Forderungs-Katalog nicht erfüllt, der laut ​BILD bei Horst Heldt eingetrudelt ist. Darin enthalten: drei Gegenleistungen, welche die Fans für ihren Support einfordern.


Diese drei Forderungen stellen die 96-Fans!


So sollen die knapp 200 abgelehnten Mitgliedsanträge "rückwirkend" und "ohne Vorstellungsgespräch" angenommen werden. Darüber hinaus müssen die 96-Verantwortlichen den Fragen-Katalog bei der Podiumsdiskussion (26.02.) "ehrlich und transparent" beantworten. Im April steht zudem die Mitgliederversammlung auf dem Programm. Hier sollen die Abstimmungen durch einen "unabhängigen Notar" überwacht werden.

Hannover 96 v FC Schalke 04 - Bundesliga

Die "Kind muss weg"-Plakate werden noch lange nicht verschwinden.



Es ist unwahrscheinlich, dass sich Hannover 96 diese Angelegenheiten von der aktiven Fanszene diktieren lässt. Zwar erklärte Horst Heldt, sich "nicht erpresst" zu fühlen, doch dieser Forderungs-Katalog dürfte noch für reichlich Gesprächsstoff sorgen.