Der Start ins neue Jahr ist für die Fohlen misslungen, nur ein Sieg aus den ersten vier Spielen konnte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking erringen. Gegen den VfB Stuttgart soll am Sonntagnachmittag daher dringend wieder ein Erfolgserlebnis her. In Panik will man am Niederrhein aber nicht verfallen.


Während die Meisterschaft schon kurz nach dem Jahreswechsel entschieden ist und die Bayern an der Spitze wohl nur noch sich selbst interessieren, ist der Kampf dahinter um die internationalen Plätze umso spannender. Und es zeichnet sich erneut ein Schneckenrennen ab. Von Platz zwei bis Platz acht sind es gerade mal vier Punkte.


Umso bedauerlicher, dass die Borussia aus dieser Ausgangsposition nicht mehr herausgeholt hat. Auf der anderen Seite hat es aber auch die Konkurrenz nicht fertiggebracht, Mannschaften die den VfL entsprechend zu distanzieren. Daher stehen Dieter Hecking und Co. noch alle Möglichkeiten offen, dafür aber sollte mal wieder gepunktet werden, am besten dreifach.


Viele Personalfragen


Und die Aussichten sind so schlecht nicht, denn die letzten drei Partien im Schwabenland konnten gewonnen werden. Allerdings stehen noch viele Fragezeichen beim Personal an. Acht Spieler fallen definitiv aus, unter anderem Yann Sommer und Oscar Wendt. Daneben ist auch der Brasilianer Raffael angeschlagen. „Bei Raffael werden wir kurzfristig entscheiden, ob er spielen kann. Er will unbedingt wieder ins Team zurückkehren, aber wir müssen noch die weiteren Trainingseinheiten abwarten“, erklärte der Trainer auf der Pressekonferenz.


Darüber hinaus ist neben der angespannten Personalsituation auch das Tore schießen ein Problem. „Wir haben in der Offensive viele Spieler, die in diesem Jahr noch kein Tor erzielt haben. Es sind alle gefordert, wer die Tore schießt, ist mir letztlich egal. Chancen haben wir ja zuletzt reichlich gehabt“, nimmt Hecking die Spieler nun in die Pflicht.


Hecking spricht Herrmann Mut zu


Einer, der aktuell nicht vom Glück verfolgt ist, aber immer besser in Schuss kommt nach seinen Blessuren, ist Patrick Herrmann. „fehlt momentan die letzte Konsequenz im Abschluss und auch das nötige Quäntchen Glück. Er will ein Tor erzwingen. Er trainiert aber momentan sehr gut“, attestierte Hecking dem Flügelflitzer. Doch wie auch Herrmann sollen alle Spieler mehr Kaltschnäuzigkeit an den Tag legen. „Es gibt immer wieder Phasen, in denen eine Mannschaft sich schwer tut, Tore zu erzielen. Aber die Jungs haben das ja nicht verlernt. Deshalb müssen wir die Ruhe bewahren.“


Letztlich gehe es auch darum, eine ordentliche Mannschaftsleistung abzuliefern und dem Druck standzuhalten. Gegen Leipzig am vergangenen Wochenende stimmten sowohl Wille als auch Einstellung. Kann man so eine Leistung beim VfB wiederholen, stehen die Chancen auf einen Punktgewinn zumindest nicht schlecht.