Real Madrid steckt weiterhin in der Krise - und Trainer Zinedine Zidane noch immer in der Kritik. Über einen möglichen Abgang des Franzosen wird schon seit geraumer Zeit berichtet, und in den Medien werden immer wieder potentielle Nachfolger genannt, die den Druck auf den 45-Jährigen nur noch mehr erhöhen dürften. Die spanische Mundo Deportivo nahm sich die Trainerfrage in Madrid erneut zur Brust und bringt nun sogar Bundestrainer Joachim Löw ins Spiel.

Die Kritik an Zinedine Zidane wird immer lauter. In den Medien wird angesichts der bislang schwachen Saison immer wieder über ein Aus des ehemaligen Weltklasse-Fußballers berichtet. In der Primera Division belegt Real derzeit mit 19 Punkten Rückstand auf den FC Barcelona den vierten Rang, in der Copa del Rey schieden die 'Königlichen' gegen CD Leganes aus. Die einzig verbliebene Chance auf einen Titel ist die Champions League, die Real unter der Leitung von Zidane zwei Mal in Folge gewinnen konnte. Doch vor dem Achtelfinal-Duell gegen Paris St. Germain zeigt sich Real vor allem inkonstant und überrascht immer wieder mit schwachen Auftritten.

Aufgrund dessen wird bereits seit Wochen darüber spekuliert, wer schon bald in die Fußstapfen Zidanes treten könnte. Nachdem bereits Tottenham-Coach Mauricio Pochettino sowie Jürgen Klopp, der aktuell die Geschicke beim FC Liverpool leitet, als mögliche Nachfolger gehandelt wurden, überrascht Mundo Deportivo nun mit einem weiteren Namen: Joachim Löw. Dem Bericht zufolge sei Perez besonders von dessen "Persönlichkeit und Haltung" des Bundestrainers angetan, der in den Augen des 70-Jährigen "der passende Trainer" für Real Madrid sei.

Final Draw for the 2018 FIFA World Cup Russia

          Joachim Löw ist angeblich der favorisierte Nachfolger von Zinedine Zidane

​Der 58-Jährige ist seit 2006 Trainer der deutschen Nationalmannschaft und krönte seine Laufbahn vor vier Jahren mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft in Brasilien. Allerdings ist Löw noch bis 2020 an den DFB gebunden, und bereits als im vergangenen Jahr von einem möglichen Interesse des FC Bayern München berichtet wurde, machte DFB-Manager Oliver Bierhoff deutlich, dass man kein Interesse daran habe, den Bundestrainer vorzeitig ziehen zu lassen. "Im Fußball ist alles möglich, das sollte man nie ausschließen", wurde Bierhoff im Oktober bei Spox zitiert. Doch obwohl er sich sicher sei, dass Löw "jeden Weltverein trainieren kann", schob er jeglichen Spekulationen einen Riegel vor: "Ich glaube auch, dass Interesse da ist. Aber wir denken da nicht dran."

​Für Real Madrid dürfte es daher schwierig werden, eine Verpflichtung von Joachim Löw bei bestehendem Interesse zu realisieren. Sollte dies nicht gelingen, seien neben Pochettino und Klopp auch Massimiliano Allegri von Juventus Turin, Guti, der in der Nachwuchsabteilung der 'Blancos' arbeitet sowie Maurizio Sarri vom SSC Neapel mögliche Kandidaten für eine Nachfolge von Zinedine Zidane. Allerdings wird der Franzose auch in den Champions League Duellen gegen PSG auf der Bank sitzen und darauf hoffen, das Ruder noch einmal herumreißen zu können.