​Der FC Schalke zieht durch einen 1:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg ins Halbfinale des DFB-Pokals ein. Die Elf von Domenico Tedesco hatte am Ende das Quäntchen Glück, das es brauchte, um sich im Bundesliga-Duell durchzusetzen.


FC Schalke 04  1:0  VfL Wolfsburg

Tore: 1:0 Burgstaller (10.)


Die Schalker wollten erstmals seit 2011 wieder ins Halbfinale einziehen. Doch auch der Gegner aus Wolfsburg sehnte sich nach einem neuerlichen Erfolgserlebnis. Die Wölfe standen zuletzt vor drei Jahren unter den letzten Vieren. Beide Mannschaften holten bei ihrem letzten Halbfinaleinzug am Ende auch den Titel. Domenico Tedesco änderte seine Aufstellung im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Bremen auf fünf Positionen. VfL-Coach Martin Schmidt, der auf der Pressekonferenz bereits Veränderungen ankündigte, rotierte hingegen nur dreimal.

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Die Schalker nahmen zunächst das Heft in die Hand und gingen früh durch ein Tor von ​​Guido Burgstaller in Führung (10.). Nach einem Konter bat er Gegenspieler Bruma zum Tänzchen und konnte lange überlegen, was er mit dem Leder anstellte - letztlich entschied er sich, das runde Leder in der linken Ecke zu versenken.

Die Wolfsburger waren in der Folge bemüht, den Rückstand nichtig zu machen, doch das verhalf den Gastgebern immer wieder zu gefährlichen Kontern. Allerdings konnten die Königsblauen nicht mehr entscheidend vor dem Tor von Koen Casteels auftauchen.


Die beste Chance der Gäste in der ersten Hälfte verzeichnete Yunus Malli, doch der Schuss des Türken traf nur die Latte (24.). Mit einer eher schmeichelhaften Führung nahm der FC Schalke den Pausentee ein.

​​ Im zweiten Durchgang wurde leider nur noch wenig Fußball gespielt. Zahlreiche Nickligkeiten prägten das Bild der zweiten Halbzeit. Ein kleiner Tritt hier, ein Wischer hier, zudem viele kleinere Schauspieleinlagen. Größere Torchancen blieben Mangelware, es entwickelte sich eine reine "Schlacht", die der FC Schalke am Ende für sich entscheiden konnte.

Die Gelsenkirchener ziehen als letztes Team ins Halbfinale des DFB-Pokals ein. Aufgrund der Spielanteile hätte sich der VfL Wolfsburg aber zumindest ein Unentschieden in der regulären Spielzeit verdient. So siegte am Ende das etwas glücklichere Team.


Star des Spiels: Guido Burgstaller - Erzielte das Tor des Tages und entschied somit die Partie. Zudem an vielen Offensivaktionen der Schalker in Durchgang eins beteiligt.


Flop des Spiels: Jeffrey Bruma - Schießen? Dribbeln? Abgeben? Schießen! - All das ging wohl in Torschütze Burgstaller kurz vor seinem Tor vor. Warum? Weil Jeffrey Bruma den Österreicher gewähren ließ.