Mit einem knappen 1:0-Sieg im Verfolgerduell gegen den FC Valencia hat sich Atlético Madrid den zweiten Ligasieg in Serie gesichert und darf somit weiterhin von der spanischen Meisterschaft träumen. Ein an Höhepunkten armes Spiel entschied ein Distanzschuss von Ángel Correa zu Gunsten der Simeone-Elf.


Atlético Madrid – FC Valencia 1:0 (0:0)

1:0 Correa (59.)


Die Ausgangslage vor der Begegnung war im Grunde klar: Nachdem zuvor Tabellenführer Barcelona im Derby bei Espanyol nicht über ein 1:1-Remis hinauskam, bot sich der Simeone-Elf die Chance, den Rückstand auf die Spitze auf neun Punkte zu verkürzen. Die drittplatzierten Gästen wiederum hatten die Möglichkeit, den Vorsprung auf Real Madrid weiter auszubauen, da die Königlichen nur 2:2 in Levante spielten.


Personell gab es vor dem Anpfiff wenige Überraschungen. Simeone brachte im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen Las Palmas Diego Costa, Šime Vrsaljko, Stefan Savić und Yannick Carrasco für Fernando Torres, José Giménez, Gabi und Juanfran. ​Valencia brachte nach der Pokal-Begegnung im Camp Nou direkt sechs Neue: Ezequiel Garay, Nemanja Maksimović, Antonio Latorre, Geoffrey Kondogbia, Simone Zaza und Santi Mina.


Atlético kam gut in die Partie und setzte die Gäste früh unter Druck. Doch außer einem Distanzschuss von Koke (11.) kam zumindest in der Anfangsphase trotz optischer Überlegenheit wenig Zählbares heraus. Und auch ein Versuch von Saúl Ñíguez war im Grunde nur Formsache für Valencia-Keeper Neto. (23.)

Valencia verstand es auf der anderen Seite sehr gut, den Großteil der Mannschaft hinter den ballführenden Spieler zu bringen und die Räume somit eng zu machen. Folglich entwickelte sich Mitte der ersten Halbzeit eine Begegnung, die höchstens bei Taktikfüchsen für Ekstase sorgen konnte.


Erst ein wuchtiger Kopfball nach Eckball von Diego Costa sorgte wieder für wirkliche Gefahr (36.), doch Neto war abermals zur Stelle. Auf der Gegenseite sorgte Zaza aus dem Gewühl heraus erstmals für Gefahr vor Atlético-Keeper Jan Oblak (39.)

Nach dem Pausentee war die Begegnung keine drei Minuten alt, da traf Valencia-Torhüter Neto nach einem Freistoß von Atlético den heranrauschende Diego Godin mit der Faust im Gesicht, sodass der Uruguayer schmerzverzerrt und mit einem Zahn weniger in die Kabine musste. Der eigentlich fällige Strafstoß blieb aus – Glück für die Gäste!

Unter dem Strich blieb die Begegnung aber höhepunktarm. Und so fiel die Führung für Atlético dann doch überraschend. Ángel Correa fasste sich aus zwanzig Metern zwischen den Linien ein Herz und hämmerte das Leder äußerst sehenswert in den Winkel – 1:0.

Valencia musste nun mehr machen, doch die García-Truppe schaffte es zu selten, wirklich Spielfluss in die eigenen Reihen zu bekommen. Auf der anderen Seite gab es nun größere Räume für die „Rojiblancos“, die aber ihrerseits ebenfalls zu ungenau agierten. Correa fand mit einem weiteren Abschluss aus der Distanz seinen Meister in Neto (73.), Valencias Parejo scheiterte mit einem Freistoß aus aussichtsreicher Position an der Atlético-Mauer.


So blieb es beim unspektakulären, aber verdienten Sieg der Simeone-Elf, die damit den Abstand auf den FC Barcelona auf neun Punkte verkürzen konnte.