​Nach einem verheißungsvollen Saisonstart rutschte die TSG 1899 Hoffenheim in den vergangenen Wochen ins Mittelmaß ab. Nach vier sieglosen Bundesliga-Partien drohen die Kraichgauer nun den Anschluss an das obere Tabellendrittel zu verlieren. Das Verhältnis zwischen Cheftrainer Julian Nagelsmann und seinen Spielern scheint offenbar nicht nur unter der sportlichen Misere gelitten zu haben. 


Am vergangenen Spieltag kassierte Hoffenheim gegen den FC Bayern München eine 2:5-Niederlage. Dabei gaben die Kraichgauer eine zwischenzeitliche 2:0-Führung aus der Hand. Nagelsmann ​ärgerte sich nach der Partie vor allem über die einfachen Gegentore und war sauer auf seine Spieler. "Es kann nicht sein, dass wir den Spielern die Szene 578 Mal zeigen. Die verdienen Unsummen an Geld und kapieren nichts", wird der 30-Jährige von der Sport Bild zitiert.


Nach Bild-Informationen soll das Verhältnis zwischen dem TSG-Coach und seinen Spielern nicht nur wegen dieser Aussage angespannt sein und Risse bekommen haben. Dem Boulevardblatt zufolge steht der Übungsleiter bei einigen Profis in der Kritik, weil er den Reservisten kaum Beachtung schenkt. Zudem sorgte die kurzfristige Streichung des freien Sonntags nach der 1:4-Pleite gegen Bayer 04 Leverkusen für Unmut bei den TSG-Profis.

Nagelsmann musste sich angeblich auch von einem Spieler den Vorwurf gefallen lassen, dass er nach dem Hype um seine Person nicht mehr so locker ist wie in der vergangenen Saison. In Hoffenheim scheint offenbar einiges im Argen zu liegen. Nach Angaben der Bild-Zeitung ziehen derzeit einige Spieler einen Abgang in Erwägung.