​Hannovers Präsident Martin Kind ​gab sich Mitte Januar optimistisch, dass seine geplante Vereinsübernahme von der Deutschen Fußball Liga (DFL) durchgewunken wird. Medienberichten zufolge ist der 73-Jährige mit seinem Vorhaben jedoch vorerst gescheitert. Demnach hat Kind in den letzten Jahren zu wenig in den Klub investiert, um eine Ausnahmeregelung zu erhalten.


"Ich gehe davon aus, dass dem Antrag stattgegeben wird", zeigte sich Kind vor rund zwei Wochen zuversichtlich. Der Präsident versucht seit geraumer Zeit eine Ausnahmeregelung für die 50+1-Regel zu erhalten und die Mehrheit des Vereins zu übernehmen. Diese wird allerdings nur erteilt, wenn ein Investor "seit mehr als 20 Jahren den Fußballsport ununterbrochen und erheblich gefördert hat". 


Ein Kriterium wird vom Unternehmer erfüllt. Der 73-Jährige unterstützt Hannover 96 seit 1997 und erreichte den geforderten Zeitraum im vergangenen September. Laut der Bild-Zeitung wird die DFL den Antrag jedoch ablehnen, da Kind den Aufsteiger in den letzten Jahren nicht "erheblich gefördert" haben soll. Dafür hätte der Präsident im Jahr durchschnittlich mehr investieren müssen als der Hauptsponsor des Klubs. Diese Voraussetzung habe der 73-Jährige nicht einmal "im Ansatz" erfüllt.

Am kommenden Montag soll die Entscheidung offiziell verkündet werden. Dem Boulevardblatt zufolge will die DFL zudem Vorschläge präsentieren, wie die 50+1-Regel angepasst werden kann. Der 96-Boss hat bereits angekündigt, dass er im Falle des Scheiterns "den Rechtsweg beschreiten wird. 96 wird sich nur weiterentwickeln, wenn 50+1 in Hannover fällt. Ich empfehle, dem Antrag zuzustimmen", betonte Kind. 


Hannover 96 reagierte unterdessen auf den Bericht und erklärte, dass man sich an keinen Spekulationen beteiligen will. Die Entscheidung wird schließlich erst in der kommenden Woche offizielle bekannt gegeben.