Breel Embolo hat schwer an dem Rucksack als teuerster Neueinkauf der Vereinsgeschichte des FC Schalke 04 zu tragen. Viele vergessen, dass sich der Schweizer eine schwere Verletzung zugezogen hatte, die einen langsamen Aufbau nach sich zieht. Sportchef Christian Heidel schützt seinen Angreifer.


Gut 30 Millionen Euro sollen es am Ende werden, die Schalke für Breel Embolo in die Schweiz überweisen muss. In seiner ersten Saison zeigte der 20 Jahre alte Angreifer im Ansatz, zu was er imstande ist, zog sich dann aber eine schwere Knöchelverletzung zu. Die aktuelle Situation des Nationalstürmers macht vor allen Dingen die Schalker Fans stutzig. Zuletzt stand er Anfang Dezember in der Startelf, über die komplette Saison verteilt sogar erst zweimal.


​Bei den Schalker Verantwortlichen hat Embolo aber einen großen Pfeil im Köcher. Auf ihren Rekordeinkauf lassen sowohl Trainer Domenico Tedesco als auch Sportchef Christian Heidel nichts kommen. Sorgen ob der zunehmenden Kritik, die auf den Stürmer einprasselt, machen sich aber trotz allem im Management breit.

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Breel Embolo hat mit den Nachwehen seiner Verletzung zu kämpfen


„Ich habe den Eindruck, dass es anfängt, ihn zu beschäftigen, wenn es in diese Richtung geht. Breel ist noch ein ganz junger Mensch, der das alles verarbeiten muss“, wird Manager Heidel bei RevierSport zitiert. „Das, was gerade über Breel geschrieben wird, wird ihm nicht gerecht. Er macht sich schon selbst genug Druck.“ Sie versuchen ihren vermeintlich kommenden Superstar zu schützen.


Auch S04-Coach Tedesco springt dem Eidgenossen zur Seite. „Wenn er reinkommt, macht er das gut“, lobt der Übungsleiter, „er gibt im Training viel Gas, er ist auch gut drauf. Breel merkt, dass wir mit ihm viel vorhaben.“ Embolo brauche Geduld, er komme über Dynamik und Körperlichkeit. ​Der Verein müsse ihm dabei helfen, es auf den Platz zu bringen. Beim Heimspiel gegen Bremen (Samstag, 15.30 Uhr) sitzt Embolo aber vorerst auf der Ersatzbank. Wieder mal.