Wieso gab Jürgen Klopp auf dem aktuellen Transfermarkt nicht mehr Geld für neue Spieler aus, obwohl nach dem Millionen-Regen für Philippe Coutinho doch genug finanzielles Potenzial vorhanden war? Eine Frage, auf die der 50-Jährige nun Antworten fand. In England berichtet darüber der Telegraph.


FBL-ENG-PR-LIVERPOOL-LEICESTER

Hätte nach dem Coutinho-Abgang genug Transfer-Budget zur Verfügung gehabt: Jürgen Klopp


"Die Leute fordern 'hol ihn hier her', weil jemand verletzt ist und man jemand anderen braucht, aber dann kommt der andere wieder und man schwächt beide. Es macht keinen Sinn", so der Trainer des FC Liverpool über einen möglichen Transfer. "Ein Spieler fehlt für eine Woche und man denkt 'okay, wir brauchen einen anderen Spieler'. In dieser Situation muss man wirklich cool bleiben. 


Das ist schwieriger, wenn man zwei Spiele verloren hat, aber man muss immer noch ernst bleiben. Ja, wir könnten etwas tun. Aber wir müssen das Richtige tun. Das hundertprozentig richtige. Für eine komplett verrückte Summe von Geld, was wirklich keinen Sinn macht. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob das funktionieren würde. Aber im Sommer sieht es anders aus. So ist es. Etwas zu tun, nur um eine Lösung zu haben? Das macht keinen wirklichen Sinn, um ehrlich zu sein. So ist die Situation."


Auf welchen Spieler Jürgen Klopp dabei anspielt? Auf Adam Lallana, der in dieser Saison bislang nur zwei Mal von Anfang an zum Einsatz kam, überhaupt erst sieben Einsätze in dieser Saison bestritt. "Das ist wirklich unglücklich. Es war eine sehr ernste Verletzung im Sommer", so Klopp zum besagten Spieler. 

Arsenal v Liverpool - Premier League

Qualität und Einstellung stimmen bei Lallana, doch Verletzungsprobleme behindern den 29-Jährigen aktuell


"Wegen Adams Qualität und Einstellung im Training sieht es so aus, als könnten wir ihn rein nehmen, aber er ist physisch nicht fit. Die zwei Dinge, die nach seiner schweren Verletzung geschahen, passierten 10 oder 15 Minuten, nachdem er den Platz betrat. Von null auf 100 in einer Sekunde und das ist vielleicht das, was das Problem verursacht hat. Wir haben wirklich versucht, vernünftig damit umzugehen, das Richtige zu tun. Aber es hat zwei Mal nicht funktioniert."


Dabei sei die neuste Verletzung des 33-fachen englischen Nationalspielers keine allzu große Angelegenheit, wie der ehemalige BVB-Coach versicherte. "Er steht für Tottenham vielleicht zur Verfügung, und wenn nicht, wird er drei Spiele verpasst haben. Das ist wirklich okay, aber natürlich ist das nicht cool. Der Körper muss sich erneut an die Intensität gewöhnen."