​Javier Mascherano verließ den FC Barcelona und schloss sich Hebei Fortune FC in China an. Bevor der Argentinier seine acht Jahre in Barcelona allerdings offiziell für beendet erklärte, stellte sich der der 33-Jährige zum Interview mit seinem langjährigen Teamkollegen Gerard Piqué im Zuge der Media-Plattform The Players' Tribune.


Im Gespräch mit seinem Nebenmann in der Innenverteidigung ging der 141-fache argentinische Nationalspieler, der sich mit seinem Wechsel nach Asien mehr Spielzeit und gleichzeitig Chancen für eine Nominierung für die WM in diesem Jahr ausrechnet, auch auf die Frage nach der Position im Laufe seiner Karriere ein. Bekanntlich ist Mascherano gelernter defensiver Mittelfeldspieler, wurde nach seiner Ankunft bei Barça von Pep Guardiola aber zum Innenverteidiger umgeschult.

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Spielten häufig zusammen in der Innenverteidigung: Javier Mascherano und Gerard Piqué


Mascherano gab zu, dass er gerne häufiger im Mittelfeld gespielt hätte. Dennoch ist er für die Zeit in Barcelona dankbar. "Meine Zeit in Barcelona stellt einen Kontrast dar, weil es dort die besten Jahre meiner Karriere waren, wo ich diese am meisten genießen konnte, wo ich mich als Fußballspieler komplett fühlte. Aber ich bekam nicht die Chance, auf meiner Position zu spielen. Das ist so, als wäre dein Glas halb leer. Das war der Deal, den wir ausgehandelt hatten."


Schon bevor der Kapitän der Albiceleste den Klub in Richtung Barcelona verließ, habe es Zweifel bezüglich seiner Karriere gegeben, was auch mit seiner Rolle in der Verteidigung zusammenhängen könnte. "Ich hatte schon davor Zweifel bezüglich der Tatsache, ob ich Barcelona verlassen soll und vielleicht war das auch deswegen."


Letztlich sei der Job in der Innenverteidigung bei den Katalanen ein "undankbarer", wie Mascherano verriet. "Niemand weiß besser als du (Piqué, Anm.), wie undankbar es ist, Innenverteidiger bei Barcelona zu sein. Einen Fehler musst du sehr teuer bezahlen und wenn du von einer anderen Position kommst oder du ein anderes Konzept oder Automatismen gewohnt bist, ist es schwieriger, das zu verstehen", so der Argentinier, der sich im 18-minütigen Interview zu diversen Aspekten seiner Karriere äußerte.