Das 1:1 gegen RB Leipzig war das erste Ausrufezeichen des Hamburger SV unter dem neuen Trainer Bernd Hollerbach. Der 48-Jährige überraschte in seiner Aufstellung, indem er unter anderem Sakai in die Innenverteidigung versetzte und Kostic neben Bobby Wood im Sturm aufstellte. Wie beide nach der Partie einräumten, waren sie mit den Entscheidungen des Trainers einverstanden.

Es war eine neue Erfahrung für Gotoku Sakai: Der 26-jährige Japaner, der trotz einiger Überlegungen von Hollerbach auch gestern als Mannschaftskapitän das Feld betrat, agierte erstmalig in der Innenverteidigung. Eigentlich ist Sakai gelernter Außenverteidiger, kann jedoch auch im defensiven Mittelfeld agieren. In dieser Saison absolvierte er unter Gisdol auf allen genannten Positionen mindestens zwei Partien, doch unter Hollerbach erfolgte nun das Novum.

"Für mich war es eine neue Position in der Innenverteidigung", räumte der Japaner nach der Partie auf der vereinseigenen Website ein. Allerdings habe er sich gut damit zurechtgefunden, im Abwehrzentrum zu agieren: "Im Prinzip ist das Spiel sehr ähnlich wie als Außenverteidiger, so dass ich mich schnell eingewöhnen konnte."

​Nach der ersten Woche unter Hollerbach sprach Sakai ein Lob für den neuen Mann an der Seitenlinie aus: "Der Trainer hat uns unter der Woche Selbstvertrauen eingeimpft und die Köpfe freibekommen. Das hat man auf dem Platz gesehen." Man habe "mutig nach vorn gespielt und so auch das 1:1 erzielt", doch es sei "selbstverständlich", dass man "sehr viele Dinge noch besser machen" müsse.

RB Leipzig v Hamburger SV - Bundesliga

        Gotoku Sakai (r.) scheint mit seiner neuen Position nicht unzufrieden zu sein

Filip Kostic, der den Treffer zum 1:1 erzielte, fand sich ebenfalls auf einer neuen Position wieder. Der 25-Jährige startete im System von Hollerbach in der Sturmspitze und lief dort gemeinsam mit Bobby Wood auf. Gisdol ließ Kostic stets auf dem linken Flügel auflaufen, doch im Angriff wusste der serbische Nationalspieler durchaus zu überzeugen. "Die Position ist okay für mich", wurde Kostic nach der Partie im kicker zitiert. Er mache schlichtweg "das, was der Trainer von mir möchte." 


"Es hat gut gepasst mit Bobby Wood", so Kostic über den ersten Auftritt mit seinem neuen Sturmpartner. 

RB Leipzig v Hamburger SV - Bundesliga

             Erfolgreiches Debüt im Sturm: Filip Kostic mit dem Tor zum 1:1-Ausgleich
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Ob beide auch in der kommenden Woche wieder auf ihrer neuen Position agieren werden, ist ungewiss. Gegen Hannover erwartet Kostic jedoch eine entscheidende Aufgabe: "Auf uns wartet jetzt ein ganz wichtiges Spiel gegen Hannover, es bleibt eine schwierige Situation."