Beim Auswärtsspiel der TSG Hoffenheim traf Serge Gnabry auf Tabellenführer Bayern München. Der 22-Jährige ist noch bis zum Ende der Saison von den Münchnern an die Kraichgauer verliehen, wird aber im Sommer zurückkehren. Bei der 2:5-Niederlage der Hoffenheimer zeigte Gnabry eine gute Leistung, weshalb sich die Verantwortlichen der Bayern bereits auf seine Rückkehr freuen.

Über 90 Minuten stand Serge Gnabry im Dress von 1899 Hoffenheim gegen den FC Bayern München auf dem Platz und wusste besonders in der Anfangsphase gegen seinen künftigen Arbeitgeber zu überzeugen. Gemeinsam mit Sturmpartner Mark Uth störte er den Spielaufbau der Gastgeber früh und sorgte aufgrund seines hohen Tempos immer wieder für Gefahr.

Bereits nach zwölf Minuten führte der Außenseiter mit 2:0, Gnabry hatte bei beiden Toren einen Anteil. Der U-21 Nationalspieler holte in der dritten Spielminute einen Elfmeter heraus, als er von Joshua Kimmich im Münchner Strafraum gefoult wurde. Nachdem er den Strafstoß, dessen Nachschuss von Mark Uth versenkt wurde, vergab, durfte er in der zwölften Minute sein drittes Saisontor feiern - hat darauf aber verzichtet. Auch danach sorgte Gnabry mit seinen Dribblings für gefährliche Aktionen, konnte an der späteren Niederlage jedoch nichts mehr ändern.

FC Bayern Muenchen v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga

 Ließ nicht locker: Serge Gnabry (r.) zeigte das gesamte Spiel über einen hohen Einsatz

​Bei den Bayern war man daher sichtlich zufrieden mit dem Auftritt des künftigen Offensivspielers. "Er hat seine Sache heute sehr gut gemacht", wird Sportdirektor Hasan Salihamidzic in der ​AZ zitiert. Gnabry sei "ein guter Spieler mit Entwicklungspotenzial, wir freuen uns alle, dass er hierherkommt."

Trainer Jupp Heynckes lobte den 22-Jährigen ebenfalls, mahnte aber auch zur Bodenständigkeit: "Er hat letzte Woche in der ersten Halbzeit gegen Leverkusen aus meiner Sicht schon sehr gute Szenen gehabt", so der 72-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Er sei "ein Spieler, der sehr gute Ansätze hat", doch sein Potenzial habe er aufgrund einiger Rückschläge in der Vergangenheit noch nicht voll ausschöpfen können: "Man muss ja auch berücksichtigen, dass er schon sehr viele Verletzungen in seiner jungen Karriere gehabt hat, und bedingt dadurch auch Unterbrechungen."

​​​Generell sei Gnabry "ein großes Talent", das jedoch noch "das Professionelle auf einem hohen Niveau verinnerlichen" müsse. "Da hat er sicher auch noch Spielraum nach oben", so Heynckes, der auch ein Lob für die gesamte Mannschaft des Gegners übrig hatte: "Das war ein großartiges Spiel beider Mannschaften. Hoffenheim bespielt die Räume, die man bietet, sehr gut und ist dazu sehr konterstark." Die TSG sei "eine sehr gute Mannschaft, die auch am vergangenen Wochenende zu deutlich verloren hat", wie Heynckes auf der vereinseigenen Website der Hoffenheimer zitiert wird.

​Sollte Gnabry weiter an seine Leistungen anknüpfen können, dürfte er ab der kommenden Saison in München mit Sicherheit die Gelegenheit bekommen, sich in den Fokus der ersten Mannschaft zu spielen. Verletzungsbedingt kommt Gnabry wettbewerbsübergreifend erst auf 16 Einsätze, doch seitdem er seine Oberschenkelzerrung Mitte November  auskuriert hat, gelangen ihm all seine Torbeteiligungen in der Bundesliga.