Der SC Freiburg bleibt weiterhin die Mannschaft der Stunde und blieb auch bei Angstgegner Borussia Dortmund ohne Niederlage. Der Revierklub kam durch einen Last-Minute-Treffer von Jeremy Toljan zu einem schmeichelhaften Remis.


Borussia Dortmund  2:2  SC Freiburg

Tore: 1:0 Kagawa (9.), 1:1 Petersen (20.), 1:2 Petersen (68.), 2:2 Toljan (93.)


Borussia Dortmund wollte gegen Lieblingsgegner SC Freiburg den ersten Sieg der Rückrunde holen, doch die Breisgauer reisten nach dem Sieg gegen Vizemeister RB Leipzig und sieben ungeschlagener Spiele in Folge mit breiter Brust in den Signal Iduna Park. BVB-Coach Peter Stöger überraschte mit Pierre-Emerick Aubameyang in der Startelf, dessen Transfer zum FC Arsenal immer unwahrscheinlicher wird. Mario Götze hingegen, der zuletzt stark aufspielte, nahm zunächst auf der Bank platz. SC-Coach Christian Streich musste auf Torwart Alex Schwolow verzichten, für ihn stand Rafal Gikiewicz zwischen den Pfosten.


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In den ersten Minuten entwickelte sich das erwartete Spiel. Die Gastgeber mit viel Ballbesitz, der SC konzentrierte sich aufs Verteidigen. Folgerichtig kam es zur frühen Führung für den Revierklub. Shinji Kagawa verwandelte eine Kollektiv-Billard-Vorlage zu seinem fünften Saisontreffer (9.). 



Die Breisgauer schienen diesen Weckruf gebraucht zu haben. Nach dem Rückstand wurde die Elf von Christian Streich mutiger, die Fehler der BVB-Akteure häuften sich. So kam es wie es kommen musste und die Freiburger erzielten früh in der Partie den 1:1-Ausgleich (20.). Torjäger Nils Petersen ließ gleich drei Verteidiger stehen und hämmerte den Ball unter die Querlatte. BVB-Keeper Roman Bürki blieb ohne Chance.



In der Folge konnte die Borussia nicht mehr an die Dominanz der ersten zehn Minuten anknüpfen. Die Mannen von Peter Stöger wurden zunehmend mutloser, der SC wollte diese Chance nutzen und kam kurz vor der Pause gar beinahe zum Führungstor, doch Bürki konnte den Ball von Lukas Kübler noch von der Linie fischen (39.).​​


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In der zweiten Halbzeit übernahm der BVB zunächst wieder das Ruder, kam jedoch nicht mehr gefährlich in den Sechzehner der Freiburger. Es entwickelte sich eine zähe Partie, der Revierklub war stets bemüht, aber ohne Durchschlagskraft. Der SC schaute sich das an und konzentrierte sich aufs Kontern.


Doch es war Nuri Sahin, der mit seinem Fehl-Rückpass das Schicksal seines Teams besiegelte. Nils Petersen schaltete am schnellsten, bemerkte den weit vorgerückten Bürki und versenkte den Ball aus 35 Metern zum Tor des Monats im Gehäuse der Gastgeber (68.). 2:1!



Dem BVB gelang in der Folge überhaupt nichts mehr. Wieder einmal ließ man sich von der eigenen Schwäche und der Stärke des Gegners zu sehr beeinflussen. Doch die Schwarz-Gelben blieben am Ball und landeten nach dem Last-Minute-Sieg gegen Hoffenheim (2:1) den nächsten Lucky Punch in der Schlussminute. Jeremy Toljan versenkte das Leder in der allerletzten Minute dann doch noch im Kasten von Gikiewicz (93.). Der Punktgewinn war für den BVB letztlich sehr schmeichelhaft, der SC bleibt auch im achten Spiel in Folge ungeschlagen.




Star des Spiels: Nils Petersen - Entschied das Spiel wieder einmal im Alleingang zugunsten seiner Freiburger. Sein Treffer zum 2:1 wird sicherlich noch in dem ein oder anderen Jahresrückblick zu sehen sein.


Flop des Spiels: Nuri Sahin - Neben Gonzalo Castro der schwächste Mann auf dem Platz. Lediglich mit Alibipässen, zudem mit dem katastrophalen Fehlpass, der die Niederlage beinahe einleitete.