Am Samstag (15.30 Uhr) kommt es zum Duell zwischen Borussia Dortmund und dem SC Freiburg. Wenn der Sport-Club im Signal Iduna Park auf den Siebtplatzierten aus Dortmund trifft, wird aller Voraussicht nach Pierre-Emerick Aubameyang erstmalig wieder in der Startelf des BVB stehen. Für dessen Wechsel-Theater hat Freiburgs Trainer Christian Streich allerdings kein Verständnis und kritisiert den Gabuner scharf.

Pierre-Emerick Aubameyang will weg aus Dortmund, das ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Allerdings scheint ein Wechsel des exzentrischen Stürmers noch weiter Ferne zu liegen, nachdem Medienberichten zufolge ein Transfer zu Arsenal London möglicherweise zu platzen droht. Unabhängig davon geht Christian Streich mit Aubameyang hart in die Kritik: "Je mehr Geld, desto skrupelloser wird es aus allen Richtungen", wird der 52-Jährige bei Sky Sport zitiert.

"Eigentlich sollte es egal sein, ob einer fünf Millionen verdient oder zwei oder eine, denkt man eigentlich", so Streich. "Aber", so der Freiburger Trainer, "es ist nicht so, weil bei einigen eine andere Denkweise eintritt." Er sehe "eine Entwicklung, die nicht gut ist." Was er von der ganzen Posse um Aubameyang mitbekommen habe, sei "äußerst unerfreulich für Borussia Dortmund und den Fußball."

Sport-Club Freiburg v FC Schalke 04 - Bundesliga

          Christian Streich wurde vom kicker zum 'Mann des Jahres 2017' gekürt            

​Es ist nicht das erste Mal, dass Christian Streich dem immer teurer werdenden Fußballgeschäft kritisch entgegenblickt. Bereits beim damaligen 222 Millionen Euro Transfer von Neymar zu Paris St. Germain sagte er auf einer Pressekonferenz vor dem Europa League Qualifikationsspiel gegen NK Domzale: "Der Gott des Geldes wird immer größer und irgendwann verschlingt er alles. Aber die meisten werden es erst merken, wenn alles verschlungen wird." Er wisse nicht, "wie es Leuten geht, die nichts haben, wenn sie das lesen, ob da eine Frustration eintritt", wurde Streich damals von ​Sport1 zitiert. Man sei mittlerweile "im irrealen Bereich, aber es ist gerade Realität."


​Neben Streich kritisierte auch Ex-BVB Angreifer Stephane Chapuisat laut 
​Goal den aktuellen Stürmer des BVB. Der Franzose, der von 1991 bis 1999 in Dortmund aktiv war, sagte: "Es ist sehr schwierig zu beurteilen. Solange er den Unterschied auf dem Platz bringt, ist das in Ordnung." Aktuell sei die Lage jedoch "heikel." Zudem verglich Chapuisat Aubameyang mit Robert Lewandowski, der von 2010 bis 2014 für Dortmund auf Torejagd ging und dort eine erfolgreichere Zeit erlebte als sein Nachfolger: "Am Schluss zählen die Titel, und da hat Dortmund mit Lewandowski die meisten Titel geholt."