In Mainz herrscht derzeit so etwas wie Aufbruchstimmung. Grund dafür sind vor allem die guten Leistungen in der Offensive. Die neue Doppelspitze Robin Quaison und Yoshinori Muto tut dem Mainzer Spiel gut. Defensiv bleibt im veränderten System dagegen viel Raum für Verbesserung. 


Vorne hui hinten pfui - so in etwa könnte man die letzten Auftritte von Mainz 05 beschreiben. Die Serie von vier Pflichtspielen in Folge, in denen den Rheinhessen mindestens zwei Tore pro Partie gelangen, ist genauso beeindruckend wie die Serie auf der negativen Seite. In jedem der letzten fünf Spiele kassierte Mainz auch mindestens zwei Gegentore.


Dennoch zeigt die Entwicklung beim Tabellen-15. in die richtige Richtung. Vor der schweren Auswärtsaufgabe am Sonntag in Leverkusen (15.30 Uhr) haben die 'Nullfünfer' ein Vier-Punkte-Polster auf Werder Bremen auf dem Relegationsrang. Grund für den gefühlten Aufschwung ist neben dem so wichtigen Heimerfolg vergangenen Samstag gegen Mitkonkurrent Stuttgart eben jene Offensivabteilung.


Systemumstellung trägt Früchte


Trainer Sandro Schwarz setzt derzeit auf ein 3-3-2-2-System, ähnlich der Formation von Schalke 04, mit zwei Spitzen. Das Sturmduo Robin Quaison und Yoshinori Muto harmoniert dabei prächtig, die Offensivakteure dahinter spielen geradliniger in die Spitze. "Wir haben mit zwei Angreifern eine gute Ausstrahlung nach vorne", befand deshalb auch der Mainzer Coach gegenüber dem kicker.

Muto scheint die interne Konkurrenz gut zu tun. ​Im Winter holten die Mainzer Anthony Ujah aus China zurück an den Bruchweg. Bislang blieb dem 27-jährigen Nigerianer allerdings nur die Bank - Muto überzeugte nach dem Jahreswechsel mit drei Toren in den ersten beiden Partien. Daneben zeigt sich Sturmpartner Quaison stark verbessert. Dem 24 Jahre alten Schweden scheint die Systemumstellung gelegen zu kommen. Als zweite Spitze reist er mit seinen Läufen in die Tiefe immer wieder Lücken für seine Mitspieler. 


In den kommenden Wochen müssen die Mainzer die starken Leistungen in der Vorwärtsbewegung beibehalten und gleichzeitig defensiv stabiler werden. Mit den nächsten Gegnern Leverkusen, B​ayern und Hoffenheim warten schwere Aufgaben auf die Rheinhessen. Dann wird sich zeigen, ob der Aufschwung am Bruchweg weitergeht und das kleine Polster auf die Abstiegsränge vor dem Saisonendspurt gehalten werden kann.