​Die Hertha will am Samstag in Bremen unbedingt den ersten Sieg 2018. Um die Europapokal-Träume am Leben zu halten und den "Werder-Fluch" von Trainer Pal Dardai zu beenden. Fehlen wird dabei voraussichtlich Mitchell Weiser. Der Einsatz von Fabian Lustenberger entscheidet sich nach dem Abschlusstraining.


Hertha BSC will im Samstag-Topspiel in Bremen (18.30 Uhr) den ersten Sieg in der Rückrunde einfahren. Gegen abstiegsbedrohte Werderaner soll neben der Spielweise endlich auch das Ergebnis stimmen. Trotz ansprechender Leistungen verlor die Hertha zum Jahresauftakt in Stuttgart und teilte sich am vergangenen Freitag die Punkte mit dem BVB.


"Wir haben zwei gute Spiele hinter uns. Ich hätte nichts dagegen, wenn wir jetzt grottenschlecht spielen und gewinnen. Wir müssen punkten. Gut und schön spielen, ist wunderbar, aber es ist Profi-Fußball. Da ist am wichtigsten, wo du am Ende der Saison stehst", sagte Trainer Pal Dardai auf der Pressekonferenz vor der Partie. Für den Ungarn geht es auch um das Ende seines persönlichen "Werder-Fluchs". In fünf Spielen gegen Bremen gelang ihm noch kein Sieg bei drei Remis und zwei Niederlagen.

Will sich sein Team die Chance auf die erneute Europapokal-Teilnahme wahren, ist ein Sieg im Weserstadion Pflicht. Fraglich, ob dabei ​Fabian Lustenberger und Mitchell Weiser mithelfen können. Dardai erklärte, dass Lustenbergers Einsatz erst nach dem Abschlusstraining am Freitag besprochen werde. "Wenn er entscheidet, dass es geht, wird er spielen", so der Ungar. 

Lustenberger ist ​nach der Verletzung von Karim Rekik derzeit Dardais erste Wahl auf der Position des linken Innenverteidigers. Der gelernte Mittelfeldspieler trägt schon seit 2007 das Trikot der Hertha. Ob es am Samstag zu seinem zwölften Liga-Einsatz in der laufenden Saison kommt, darf der 29-jährige Schweizer selbst entscheiden.


Bei Weiser sieht es eher nach einer Zwangspause aus. Am Mittwoch bezifferte Dardai die Chancen auf einen Einsatz des rechten Flügelspielers noch auf 50 Prozent. Einen Tag später dürften diese weiter gesunken sein. "Ich glaube, Mitch kann nicht spielen. Er ist sich nicht ganz sicher. Da gehen wir kein Risiko ein mit seinem Muskel", erklärte der Hertha-Coach. Den U21-Europameister plagen Probleme am Oberschenkel. Als Ersatz auf der Rechtsverteidiger-Position dürfte Peter Pekarik ins Team rücken.