Bereitet Chelseas Trainer Antonio Conte seinen Abgang im Sommer vor? Nach der ​1:2-Niederlage im Ligapokal-Halbfinale bei Arsenal London beschwerte sich der Italiener öffentlich darüber, in keinen einzigen Transfer der 'Blues' eingebunden zu werden.


"Ich glaube, die Klubverantwortlichen entscheiden über unsere Transfers. Wie gesagt: Meine Aufgabe ist es, das Team besser zu machen. Was Transfers angeht, entscheidet der Vorstand seit Sommer über jeden einzelnen Spieler." Mit diesen Worten wird Conte vom Telegraph zitiert und geht damit klar auf Konfrontationskurs zur Vereinsführung. Nicht wenige Experten in England werten das als endgültiges Zeichen dafür, dass sich die Wege von Chelsea und dem italienischen Coach im Sommer trennen.


Nach dem souveränen Titelgewinn in der letzten Saison hinken die 'Blues' dieses Jahr den  eigenen Erwartungen und Tabellenführer Manchester City hinterher - eine Tatsache, die Conte auch darauf zurückführt, dass er keinen einzigen Wunschspieler bekommen hat. Dass er sich nun in der Öffentlichkeit gegen die Verantwortlichen wendet, dürfte diesen kaum schmecken.


Es scheint also nur noch darum zu gehen, die Spielzeit irgendwie zu Ende zu bringen und sich für die Champions League zu qualifizieren, sowie in der KO-Phase der Königsklasse möglichst weit zu kommen. So könnte die Zeit von Antonio Conte trotz aller Störgeräusche noch ein versöhnliches Ende finden - dass sie länger als bis Saisonende geht, ist nach dem gestrigen Frontalangriff kaum mehr vorstellbar.