Die sportliche Malaise, in der sich der VfL Wolfsburg befindet, ist auch in dieser Saison beachtlich. Für Trainer Martin Schmidt, der die Niedersachsen erst im September vergangenen Jahres übernommen hatte, hat der Klassenerhalt in den restlichen Spielen oberste Priorität.


Viel in Bewegung brachte Martin Schmidt – zumindest was die Punkteanzahl betrifft – bisher noch nicht in Wolfsburg. In seinen ersten neun Pflichtspielen mit den Wölfen blieb der Schweizer zwar ungeschlagen. Am Ende standen aber auch nur zwei Siege zu Buche.


Im Vorjahr noch in der Relegation gegen Braunschweig knapp dem Abstieg entronnen, wurde in dieser Saison ein einstelliger Tabellenplatz als Ziel ausgegeben. Doch die Tristesse ist unverkennbar: Nur vier Punkte beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz.

Borussia Dortmund v VfL Wolfsburg - Bundesliga

Martin Schmidt will mit den Wölfen eigentlich zurück nach Europa



„Es geht für uns um den Klassenerhalt“, wird Coach Schmidt im kicker zitiert. Der 50-Jährige sagte kurz nach seinem Amtsantritt sogar, er wolle mittel- bis langfristig mit den Wölfen wieder ins internationale Geschäft. „Der Anspruch muss sein, in diese Richtung zu kommen“, sagte Schmidt im Oktober. Der Schweizer brachte zwischenzeitlich neuen Schwung, der berühmte Trainereffekt ​nach dem Rausschmiss von Andries Jonker ist inzwischen aber verpufft.


Im Vergleich zu Jonker (1,25 Punkte pro Partie) konnte Schmidt (1,07) nur wenig Argumente für sich sammeln. Der gelernte KFZ-Mechaniker steht damit auf einer Stufe ​mit dem zuvor ebenfalls entlassenen Valérien Ismaël, der nach seiner Beurlaubung im Februar 2017 ohne Job ist – und als Experte ab und an bei kicker.tv zu sehen ist.