​Das Interesse des FC Bayern an Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann ist abgekühlt. Demnach ist der junge Trainer im Moment kein Kandidat mehr auf die Nachfolge von Jupp Heynckes.


Laut einem Bericht der BILD-Zeitung wollen Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß ihren jetzigen Coach Jupp Heynckes mit einer Charme-Offensive zu einem Verbleib über den Sommer 2018 hinaus überreden. Der 72-jährige Heynckes hatte zwar mehrfach betont nach dieser Saison aufhören zu wollen, doch auch viele Bayern-Spieler sprachen sich für die Trainer-Legende aus.



Sollte der Triple-Trainer von 2013 aber an seinem Standpunkt festhalten, soll nicht Nagelsmann, sondern Thomas Tuchel auf Heynckes folgen. Für Tuchel spricht die größere Erfahrung auf internationalem Parkett. Nagelsmann machte in dieser Saison deutlich, dass er international noch nicht mithalten kann. Die TSG gewann lediglich eins von acht Spielen und das gegen eher bescheidene Gegner.



Außerdem befürchten die Bayern-Bosse, dass der 30-Jährige TSG-Trainer, der somit deutlich jünger als Stars wie Manuel Neuer, Franck Ribéry oder Arjen Robben wäre, nicht die nötige Autorität ausstrahlt, um die Individualisten zu einer Einheit zu formen. Auch hier glaubt man mit Tuchel eine bessere Option zu besitzen.


Laut dem Bericht könnte der Weg von Nagelsmann im Sommer eher nach Dortmund führen, wo Peter Stöger wieder seine Segel streichen wird. Allerdings käme ein Engagement im Ruhrpott nur in Frage, wenn Mäzen Dietmar Hopp sein OK gibt. Die Trainerfrage in München und Dortmund wird die Fußballwelt wohl noch eine ganze Weile beschäftigen.