Sieben Jahre lang war Benedikt Höwedes Kapitän des FC Schalke 04. Nach der Degradierung des neuen Trainers Domenico Tedesco machten sich schnell Gerüchte um einen Abgang breit. Am Ende zog es den Weltmeister zu Juventus Turin, wo er sich einen Verbleib über den Sommer hinaus sehr gut vorstellen kann.


Der Frust bei Benedikt Höwedes nach dessen Demission im Schalker Trikot war groß. Innerhalb kürzester Zeit deutete sich eine Ausleihe nach Turin an, am Ende ging es schließlich ganz schnell. ​Im Piemont läuft es für den Weltmeister bisher aber noch ​nicht rund. Nach mehrwöchiger Pause aufgrund einer Oberschenkelzerrung zog sich der Verteidiger im Anschluss einen Muskelfaserriss zu.


Anfang Februar will der 29-Jährige wieder ins Training der Italiener zurückkehren. Hoffnung auf einen Platz im WM-Kader von Joachim Löw macht sich Höwedes trotz alledem, wie er der Sport Bild verrät: „Sowohl bei der WM als auch bei der EM habe ich in allen Spielen auf dem Platz gestanden. Die Verantwortlichen wissen, dass sie sich zu einhundert Prozent auf mich verlassen können, wenn es darauf ankommt.“

Juventus v FC Crotone - Serie A

Bleibt Benedikt Höwedes über den Sommer hinaus in Turin?


Ob Höwedes im Sommer wieder nach Gelsenkirchen zurückkehrt, wo er noch einen gültigen Vertrag bis 2020 besitzt, ist offen. Abgeneigt ist der Verteidiger in jedem Fall nicht, weiterhin in Turin zu spielen. „Wenn Juventus Interesse hat, mit mir länger zusammenarbeiten zu wollen, kann ich mir das sehr gut vorstellen“, so der DFB-Kicker. Vorerst wolle er sich auf die Rückrunde konzentrieren, im Anschluss werden die Parteien schauen, „was passiert“.


Der Frage, ob eine Rückkehr nach Schalke realistisch sei, weicht Höwedes aus: „Ich konzentriere mich nicht darauf, was im Sommer passiert. Sondern auf das Hier und Jetzt.“ Ausschlaggebend wird vor allen Dingen sein, in welche Richtung sich die geforderte Ablöse bewegen wird. Vor gut einer Woche war noch zu lesen, Juve wolle die Kaufsumme auf vier Millionen Euro drücken – hier sprechen am Ende jedoch die Leistungs- und Fitnesswerte das entscheidende Wort.