DFB-Rekordtorschütze Miroslav Klose strebt eine zweite Karriere als Trainer an. Bei seinem alten Arbeitgeber FC Bayern gerät der Vereins-Botschafter ins Schwärmen - vom neuen Bayern-Campus ist er "begeistert". Übernimmt Klose bald eine Rolle im Herzensprojekt von Präsident Uli Hoeneß?


​Bahnt sich da eine Rückkehr von Miroslav Klose zum FC Bayern an? Der Rekordtorschütze der deutschen Nationalmannschaft gerät jedenfalls ins Schwärmen, wenn er von seinem ehemaligen Arbeitgeber spricht. In vier Jahren beim FC Bayern erzielte Klose in 150 Pflichtspielen 53 Tore und ist auch heute noch mit dem Verein verbunden.


Auf der Asienreise der Münchener während der Sommervorbereitung war der 39-Jährige als Vereins-Botschafter vor Ort. Schon damals konnte sich Klose mit den Bayern-Bossen offenbar über eine Zusammenarbeit unterhalten. "Ich habe zu Bayern seit jeher einen sehr guten Kontakt, und natürlich spricht man da auch immer über die Zukunft, über interessante Projekte. Ich hatte eine tolle Zeit bei den Bayern, und viele der Menschen von damals sind immer noch hier", so der 137-fache Nationalspieler.


Bayern-Rückkehr nach DFB-Arbeit?


Klose arbeitet nach seinem Karriereende 2016 als Trainer beim DFB. Als "vollwertiges Mitglied des Trainerstabs der A-Nationalmannschaft von Jogi Löw", wie Klose im Interview mit dem Münchner Merkur bestätigte. Dabei übergibt ihm sein ehemaliger Nationalcoach viel Verantwortung: "Ich übernehme hier und da auch schon mal Trainingseinheiten und entwickle neue Ideen, um unser Spiel und unser Training zu optimieren", verriet Klose. Den Fußballlehrer will der einstige Weltklasse-Stürmer in diesem Jahr absolvieren.

Möglich, dass Klose danach eine Rolle im neuen Bayern-Campus übernimmt. Er wäre ein idealer Kandidat um das Lieblingsprojekt von Präsident Uli Hoeneß den nötigen Glanz und auch Anziehungskraft zu verleihen. Klose zeigte sich jedenfalls "begeistert" von dem neuen Gelände für die Bayern-Junioren. Es soll die ​Münchener Antwort auf den explodierenden Transfermarkt sein und in Zukunft wieder mehr Talente à la Thomas Müller oder David Alaba hervorbringen. 


Der Umzug von der Säbener an die Ingolstädter Straße ließ sich der Rekordmeister ​rund 70 Millionen Euro kosten. Vielleicht ist sie bald auch die Heimat von Miroslav Klose. "Bayern war und ist eine absolute Topadresse für jeden, der sich im Fußball bewegt", befand der 39-Jährige. Eine perfekte Bühne für einen Weltmeister um sich seine Sporen als Trainer zu verdienen ist sie sicherlich auch.