Der nächste Gala-Auftritt inklusive Zauber-Tor von Leon Bailey. Europas Elite ist längst auf den Fersen des Senkrechtstarters von Bayer Leverkusen. Der FC Arsenal soll nun der nächste prominente Klub im Werben um den Jamaikaner sein. Bei der 'Werkself' hofft man dagegen noch viel Freude am 20-Jährigen zu haben - und nennt Argumente für einen Verbleib.


"​Leon wird im Winter definitiv nicht wechseln. Da haben wir uns klar positioniert. Er hat noch viereinhalb Jahre Vertrag. Dass er so eine gute Hinrunde spielt, hat viele überrascht – uns nicht." Das waren die Worte von Bayer Leverkusens Manager Jonas Boldt in einem Interview mit der Bild. "Wir sind der Meinung, dass Bayer 04 für Leon Bailey genau die richtige Plattform ist“, legte der 36-Jährige nach.


Das war vor dem souveränen 4:1-Auswärtssieg der 'Werkself' in Hoffenheim. Shootingstar Bailey lieferte dabei seine nächste Gala-Vorstellung ab und sorgte mit einem ​Hacken-Traumtor höchstpersönlich für die Führung. "Nach so einem Spiel wird das Interesse nicht abreißen", sagte Sportdirektor Rudi Völler dem ​kicker


Längst ist der 20-jährige Jamaikaner im Visier internationaler Topklubs. Der FC Arsenal hat sich nun offenbar in die Reihe der europäischen Prominenz eingefügt und soll Bailey im kommenden Sommer auf dem Zettel haben.

In Leverkusen sind sich alle bewusst, dass der pfeilschnelle Flügelspieler wohl nicht bis zum Ablauf seines Vertrages 2022 im Bayer-Trikot aufläuft. Allerdings will man den Senkrechtstarter auch nicht kampflos aufgeben. An einen Abgang im Sommer denkt Boldt nicht. Im Gegenteil: "Er ist erst ein Jahr bei uns. Er soll für Bayer Leverkusen spielen", der Bayer-Manager. 


Champions League als Lockmittel


Boldt liefert auch gleich Argumente für einen Verbleib Baileys. Es ist vor allem der sportliche Höhenflug der 'Werkself' unter Heiko Herrlich und die mögliche Qualifikation für die 'Königsklasse'. "Für ihn geht es darum, so weiterzumachen und dies auf einem anderen Niveau in Richtung Champions League zu bestätigen - in einem Umfeld, in dem er sich etabliert hat", zeigte er auf. "Dann ist der Markt für ihn persönlich vielleicht noch besser, wenn er mal Champions League gespielt hat", glaubte Boldt.


Bayer hofft, dass auch Bailey diese mögliche Win-Win-Situation erkennt: Mit Leverkusen in der Champions League weiter gute Leistungen bringen und sich entwickeln und dann mit einem oder sogar mehreren Jahren Verzögerung, gereift zu einem absoluten Spitzenklub wechseln. Helfen dürfte dabei, dass Bailey in seinem Vertrag weder eine Ausstiegsklausel veranktert hat, noch eine mündliche Vereinbarung bestehen soll, die ihm bei einem entsprechenden Angebot einen Wechsel zusichert.


So hat Bayer das Heft des Handelns in der Hand. Spielt Bailey so weiter, sind zwei Dinge dabei wohl sicher: Zum einen, dass der Jamaikaner früher oder später nicht mehr zu halten ist. Zum anderen, dass Bayer dafür fürstlich entlohnt wird.