LONDON, ENGLAND - JANUARY 10: Alexis Sanchez of Arsenal  during the Carabao Cup Semi-Final First Leg match between Chelsea and Arsenal at Stamford Bridge on January 10, 2018 in London, England. (Photo by Catherine Ivill/Getty Images)

Transfer-Wirrwarr: Der aktuelle Stand bei Sanchez, Auba, Mkhitaryan und Co.

In England gibt es derzeit erneut nur ein Thema: Das Wechseltheater um Alexis Sanchez, dessen Abgang von Arsenal wahrscheinlicher denn je erscheint. Doch mit einem Transfer des Chilenen droht eine Kettenreaktion auf dem Markt, die unter anderem Henrikh Mkhitaryan, Pierre-Emerick Aubameyang und Olivier Giroud oder Michy Batshuayi mit ins Spiel bringt. Laut dem Telegraph sind noch nicht alle Dinge zu 100 Prozent geklärt, weshalb sich die Transfers weiterhin ziehen. Im Folgenden fassen wir die wichtigsten aktuellen Erkenntnisse rund um das Transfer-Hickhack zusammen.

1. Alexis Sanchez mit Manchester United einig

Nachdem lange Zeit Manchester City als größter Favorit auf eine mögliche Verpflichtung galt, hat sich das Blatt mittlerweile gewendet: So wird aller Voraussicht nach Manchester United den Zuschlag erhalten. Wie der Telegraph berichtet, seien die Vertragsmodalitäten sowie die Ablösesumme geklärt. Demnach unterzeichne Sanchez einen Vertrag über viereinhalb Jahre, der ihm jährlich ein Nettogehalt von etwa 15,7 Millionen Euro einbringen soll.


Die folgliche Ablösesumme soll rund 33 Millionen Euro betragen, hinzu kämen ein Honorar über rund elf Millionen Euro für Berater Fernando Felicevich sowie eine nicht bezifferte Unterschriftsprämie. Diese soll jedoch laut Evening Standard bei umgerechnet 22,5 Millionen Euro liegen. 


Insgesamt sei Manchester City nicht bereit gewesen, diese immensen Summen für einen Spieler zu zahlen, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Doch bis der Transfer zustande kommt, ist es noch ein langer Weg - was unter anderem an Henrikh Mkhitaryan liegen soll.

2. Arsenal und Henrikh Mkhitaryan noch in Verhandlungen

Der Armenier wechselte 2016 für 42 Millionen Euro zu Manchester United, ist aktuell bei den 'Red Devils' jedoch außen vor. Wie unter anderem BBC, der Telegraph sowie Sky Sports  berichten, ist der Ex-Spieler von Borussia Dortmund das Zünglein an der Waage für einen Transfer von Alexis Sanchez. "Sanchez ist Teil des Mkhitaryan-Deals, nicht anders herum", erklärte dessen Berater, Mino Raiola, die aktuelle Lage. Manchester United werde Sanchez nicht verpflichten, wenn Mkhitaryan im Gegenzug nicht zu Arsenal wechselt, so der Italiener.


Allerdings machte Raiola auch klar: "Er wird tun, was für ihn am besten ist. Er hat noch zweieinhalb Jahre Vertrag. Also ist es seine Entscheidung." Diese ist jedoch noch nicht gefallen. Demnach überlege der Armenier aktuell, ob er weiterhin in Manchester bleiben oder einen Transfer in Erwägung ziehen solle. Der Telegraph berichtet davon, dass Mkhitaryan gegenüber einem Wechsel zu den 'Gunners' nicht abgeneigt sei - vorausgesetzt, er werde der bestbezahlteste Spieler innerhalb des Kaders, was wiederum für harte Verhandlungen mit den Verantwortlichen der Londoner bedeuten würde. Nach Independent-Angaben scheinen sich die Parteien anzunähern. 


Sollte Mkhitaryan letztendlich doch keine Einigung mit dem FC Arsenal erzielen, erhofft sich United-Manager Jose Mourinho laut dem Guardian, irgendwie den Transfer nur mit einer Ablösesumme  noch über die Bühne zu bringen. 

3. Aubameyang: Mündliche Einigung mit Arsenal?

Pierre-Emerick Aubameyang sorgte in den vergangenen Tagen wieder für Wirbel. Erst fehlte er vor dem Rückrundenauftakt gegen den VfL Wolfsburg bei der Mannschaftssitzung am Vortag, weswegen er erneut aus dem Kader gestrichen wurde. Wie dann gestern berichtet wurde, habe der Gabuner bereits im Dezember um eine Freigabe für einen Wechsel  gebeten. Sein neues Ziel: Arsenal.


Laut Telegraph stehe der Verkauf von Theo Walcott an den FC Everton kurz vor dem Abschluss, weswegen man nun eine Verpflichtung von Aubameyang in Angriff nehme - unter anderem, da sich Sven Mislintat, der im Dezember sein Amt als Chefscout in London antrat, für eine Verpflichtung Aubameyangs stark gemacht haben soll. Wie weiter berichtet wird, haben sich die 'Gunners' und der Angreifer von Borussia Dortmund bereits mündlich auf einen Wechsel geeinigt, weshalb nun Verhandlungen mit den Dortmunder Verantwortlichen anstünden. 


Beim BVB hingegen schielt man auf Olivier Giroud als Ersatz, der in der laufenden Saison erst einmal in der Premier League in der Startelf stand und in insgesamt 25 Einsätzen sieben Tore erzielte. Wie Welt berichtet, sei man in London dazu bereit, den Franzosen, der 2012 für 12 Millionen Euro vom HSC Montpellier verpflichtet wurde und in 252 Partien 105 Tore für Arsenal erzielte, nach Dortmund ziehen zu lassen.


Doch die möglichen Verpflichtungen von Aubameyang und Mkhitaryan sorgen erneut für Kritik. Ex-Spieler Ian Wright, der zuletzt für seine harsche Kritik an Arsene Wenger auffiel, sagte: "Alles, was gerade passiert, wird ihnen von anderen Leuten aufgezwungen." Henrikh Mkhitaryan sei kein Spieler, an dem Arsenal interessiert gewesen sei, sondern "ein Spieler, der Arsenal überreicht" werde. Ähnliches gälte für Aubameyang: "Vor ein paar Jahren hatte ihn jeder auf dem Schirm, aber mittlerweile ist es ruhig um ihn geworden. Jetzt ist er plötzlich bei Arsenal auf dem Radar." Dies sei in den Augen Wrights unbedacht: "Für mich fühlt es sich alles panisch an."

4. Michy Batshuayi zieht es eher nach Spanien

Sollte Giroud nicht im Zuge eines Aubameyang Wechsels nach Dortmund kommen, steht laut mehreren Berichten Michy Batshuayi vom FC Chelsea im Fokus des BVB. Demnach sei man bereits in der Vergangenheit am 24-jährigen Angreifer interessiert gewesen, der sich jedoch im Sommer 2016 für einen Wechsel zu den 'Blues' entschied. Unter Antonio Conte ist er hinter Alvaro Morata nur Edelreservist, weshalb er einen Abgang in Betracht ziehen soll. Allerdings wird berichtet, dass es der Belgier eher zum FC Sevilla wechseln möchte. 


Laut Goal wollen die Spanier Batshuayi bis Saisonende ausleihen, allerdings wolle der FC Chelsea zunächst einen Ersatz verpflichten, ehe man den Nationalspieler abgeben werde. Daher scheint Olivier Giroud weiterhin der Favorit auf die Aubameyang-Nachfolge in Dortmund zu sein, sollten sich die Verantwortlichen des Meisters auf ein Leihgeschäft mit den Andalusiern verständigen.