BVB-Pechvogel Sebastian Rode absolvierte am Dienstag die erste Laufeinheit nach seiner erneuten, langwierigen Verletzung. Der Mittelfeldspieler litt seit Beginn der Saison unter einer Stressreaktion des Knochens. Nun steht der ehemalige Bayern-Akteur vor seinem Comeback. Ist aber überhaupt noch Platz für Rode im Kader von Borussia Dortmund?


Sebastian Rode blieb seit seinem Wechsel zum BVB im Sommer 2016 vom Pech verfolgt. Zahlreiche Verletzungen sorgten dafür, dass der Mittelfeldspieler in eineinhalb Jahren lediglich 22 Partien für die Schwarz-Gelben absolvierte. Von der jüngsten, einer Stressreaktion im Knochen, hat sich Rode nun erholt. Fleißig dreht der 27-Jährige nun seine Runden an der Adi-Preißler-Allee. Ein Comeback des sympathischen Kämpfers steht kurz bevor.


Doch ist im Kader, geschweige denn in der ersten Elf, überhaupt noch Platz für den 15-Millionen-Euro-Neuzugang vom Sommer 2016? BVB-Coach Peter Stöger setzt komplett auf Julian Weigl auf der alleinigen Sechserposition. Selbst Nuri Sahin bleibt da nur ein Platz auf der Bank.

Allerdings zeichnete sich Rode in der Vergangenheit durch jene Eigenschaften aus, die dem Revierklub in letzter Zeit abhanden gekommen schienen. Der Mittelfeldmann ist gallig, bissig und scheut sich auch nicht einen dreckigen Zweikampf zu führen. Genau jene Attribute vermisste man beim BVB zuletzt. Zwar bekam Peter Stöger das Einstellungsproblem seiner Kicker relativ schnell in den Griff, allerdings könnte ein Mentalitätsspieler wie Sebastian Rode noch einmal die ein oder anderen Körner bei seinen Kollegen freisetzen.


Gemeinsam mit Julian Weigl hätte der BVB genau die richtige Mixtur auf der Doppelsechs. Weigl als Ballverteiler und Spielleiter, Rode als Balleroberer und beinharter Zweikampfführer. Peter Stöger zeigte sich bisher experimentierfreudig und wird sicherlich einen Versuch mit Rode wagen. Doch Rode sollte sich seinen Schwächen aus der Vergangenheit bewusst werden. Zu viele Ballverluste prägten das Spiel der Kämpfernatur. Kann er diese auf ein Minimum reduzieren, dann sind die Tage von Sebastian Rode bei Borussia Dortmund noch lange nicht gezählt. Ganz im Gegenteil.