DORTMUND, GERMANY - DECEMBER 09: Pierre-Emerick Aubameyang of Dortmund looks on during the Bundesliga match between Borussia Dortmund and SV Werder Bremen at Signal Iduna Park on December 9, 2017 in Dortmund, Germany.  (Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images )

FIFA 18 - Diese Bundesliga-Topelf gehört nicht zu den Nominierten für das Team des Jahres

Wie jedes Jahr wird es für den Ultimate-Team-Modus der Fußballsimulation FIFA 18 auch für das Kalenderjahr 2017 wieder ein Team des Jahres geben. Anders als in den letzten Jahren haben sich die Entwickler dieses Mal aber etwas Besonderes ausgedacht: Im vergangenen Jahr war das Team einfach die Elf, die von der FIFA im Rahmen der Weltfußballerwahl zur Mannschaft des Jahres gekürt wurde. Nun ist es komplett anders: EA Sports hat 55 Spieler nominiert und bittet nun Athleten, Profi-Zocker und Medien, ihre Elf des Jahres selbst auszuwählen. Dafür hat EA den Wählern eine sogenannte Ballot Box zugeschickt. Bis zum 12. Januar sollen sie ihre Stimme via Social Media abgegeben haben. Die Meinung von EA selbst zählt nur noch 40 Prozent, die restlichen 60 Prozent übernehmen die Wahlberechtigten. Zu den Nominierten gehörten auch jetzt wieder zahlreiche bekannte Gesichter. Dennoch fehlen einige Stars, vor allem von den Topklubs aus der Bundesliga. 


Diese Bundesligastars fehlen unter den Nominierten: 

1. Manuel Neuer (FC Bayern)

Der DFB-Nationalkeeper Manuel Neuer blickt auf ein durchwachsenes Jahr zurück und hatte mit mehreren Verletzungen zu kämpfen. Auch aktuell ist der Stammkeeper und Kapitän von Rekordmeister FC Bayern München verletzt und wird aufgrund seines bereits zweiten Mittelfußbruches noch einige Wochen ausfallen. Seine Nicht-Nominierung ist mit Blick auf das Kalenderjahr somit zwar mehr als nachvollziehbar - etwas überraschend ist sie dennoch. 

2. Jerome Boateng (FC Bayern)

Auch Jerome Boateng wurde wie Teamkollege Neuer von mehreren Blessuren zurückgeworfen und kam 2017 nur selten auf sein höchstes Niveau. Dennoch gehört der Nationalverteidiger sowohl beim Weltmeister Deutschland als auch beim FC Bayern zu den absoluten Stammspielern und Leistungsträgern. Seine Nicht-Nominierung für das Team des Jahres sollte somit im Normalfall eine Ausnahme bleiben.

3. Mats Hummels (FC Bayern)

Zwar gehörte Mats Hummels in der Hinrunde der laufenden Bundesligasaison zu den absoluten Topspielern beim Rekordmeister FC Bayern und zu den besten Verteidigern der Bundesliga überhaupt, trotzdem reichte es auch bei ihm nicht für eine Nominierung. Dennoch ist ein Hummels in Topform weiterhin unbestritten einer der besten Innenverteidiger der Welt und hat aktuell sogar gegenüber Teamkollege Jerome Boateng die Nase vorn. 

4. Sokratis (Borussia Dortmund)

Auch Borussia Dortmunds Abwehrchef Sokratis Papastathopoulos hat es nicht unter die Nominierten für die Wahl zum Team des Jahres 2017 geschafft. Der griechische Nationalspieler ist zwar weiterhin Dortmunds konstantester und bester Verteidiger, litt aber auch unter den extremen Leistungsschwankungen und der Negativ-Serie unter Ex-Coach Peter Bosz. Seine Nicht-Nominierung ist mit Blick auf die letzten Monate des BVB und die internationale Konkurrenz auf seiner Position somit absolut nachvollziehbar.

5. James Rodriguez (FC Bayern)

Seit Jupp Heynckes das Ruder beim FC Bayern wieder übernommen hat, läuft es wieder. Nicht nur als Mannschaft präsentiert sich der Rekordmeister in bestechender Form, auch bei einigen Sorgenkinder zeigt die Formkurve stark nach oben. Einer von ihnen ist der Kolumbianer James Rodriguez. Die Leihgabe von Real Madrid hat unter Heynckes wieder zu alter Form gefunden und blüht immer mehr auf in seiner Rolle in der Bayern-Offensive. Dennoch spielte der WM-Torschützenkönig von 2014 gerade im ersten Halbjahr sehr durchwachsen, somit ist auch seine Nicht-Nominierung durchaus berechtigt.

6. Arturo Vidal (FC Bayern)

James südamerikanischer Teamkollege Arturo Vidal gehört beim FC Bayern unter Jupp Heynckes zum Stammpersonal im defensiven Mittelfeld. Der Chilene spielt trotz Wechselgerüchte rund um einen möglichen Wechsel zu seinem Ex-Trainer Antonio Conte zum FC Chelsea nach London auf konstant hohem Niveau und ist mit seiner Robustheit und Zweikampfstärke offensiv wie defensiv ein Leader auf dem Platz. Seine Nicht-Nominierung ist aufgrund der hohen Konkurrenz im Mittelfeld zwar nachvollziehbar, dennoch wäre auch eine Nominierung für den 30-Jährigen durchaus vorstellbar und verdient gewesen. 

7. Naby Keita (RB Leipzig)

Mittelfeldmotor Naby Keita von RB Leipzig hat im letzten Jahr einen kometenhaften Aufstieg erlebt. Nicht umsonst sicherte sich Premier-League-Topklub FC Liverpool um Coach Jürgen Klopp schon vor mehreren Wochen für bis zu 75 Millionen Euro die Dienste des erst 22-jährigen Guineaners zur kommenden Saison. Keita ist aus der Leipziger Mannschaft nicht wegzudenken und überzeugt mit Dynamik, Torgefahr und Passqualität, dazu ist er auch defensiv recht stabil. Sein Abgang schmerzt Leipzig gewaltig, dennoch sollte das viele Geld mehr als nur eine Entschädigung sein. Bei den "Reds" dürfte sich Keita im Normalfall in den kommenden Jahren endgültig zu einem Weltklassespieler entwickeln, sodass er womöglich schon bald auch zu den Nominierten für die Wahl zum Team des Jahres gehören wird. 

8. Marco Reus (Borussia Dortmund)

Der Dortmunder Marco Reus ist im Team des BVB neben Stürmer und Kumpel Pierre-Emerick Aubameyang nach wie vor der Superstar. Dennoch geriet die Karriere des Nationalspielers in den letzten Jahren immer wieder aufgrund von zahlreichen schwereren Verletzungen ins Stocken. In der laufenden Saison bestritt der 28-Jährige bislang sogar noch kein einziges Pflichtspiel für die Schwarz-Gelben. Aufgrund seiner wenigen Einsätze im Kalenderjahr 2017 ist seine Nicht-Nominierung trotz seiner unumstrittenen Top-Qualität somit absolut nachvollziehbar.

9. Thomas Müller (FC Bayern)

Für Thomas Müller verlief ein Großteil des Jahres nur wenig zufriedenstellend. Der Nationalspieler gehörte unter Carlo Ancelotti längst nicht zu den Leistungsträgern und kam nur sehr selten von Beginn an zum Einsatz. Auch seine Leistungen lagen weit unter dem, was man vom Eigengewächs der Bayern gewohnt ist. Seit der Ankunft von Jupp Heynckes geht es auch beim 28-Jährigen wieder bergauf. Dennoch reichte es nicht für eine Nominierung für die Team-des-Jahres-Wahl. 

10. Pierre-Emerick Aubameyang (Borussia Dortmund)

Trotz beachtlichen 41 Toren im Kalenderjahr 2017 gehört Pierre-Emerick Aubameyang von Borussia Dortmund nicht zu den Nominierten für das Team des Jahres. Der Gabuner blieb auch in der Formkrise der Schwarz-Gelben unter Trainer Peter Bosz treffsicher und gehörte trotz mehrere Eskapaden neben dem Platz stets zu den Leistungsträgern beim BVB. Zudem wurde er nach Ablauf der Saison 2016/17 im vergangenen Sommer mit 31 Saisontoren Torschützenkönig der Bundesliga. Mit seinen Leistungen und vor allem seinen Toren hätte sich der Angreifer zumindest einen Platz unter den Nominierten in jedem Fall verdient gehabt. 

11. Timo Werner (RB Leipzig)

Zwar ist Timo Werner von Bundesliga-Vizemeister RB Leipzig mit seinen 21 Jahren noch blutjung, dennoch gehört er längst zu den besten Stürmern der Bundesliga und zu den talentiertesten Angreifern überhaupt. Das Sturm-Juwel der "Bullen" wird aller Voraussicht nach auch bei der kommenden Weltmeisterschaft im Sommer in Russland als Stürmer Nummer eins im DFB-Team von Bundestrainer Joachim Löw zum Einsatz kommen. 21 Tore in der Vorsaison waren unter anderem maßgeblicher Grund für die Vizemeisterschaft der Leipziger. Auch aktuell steht Werner nach 23 Einsätzen schon wieder bei zwölf Treffern. Auch wenn es nicht zur Nominierung gereicht hat, dem Leipzig-Star gehört die Zukunft. 

FIFA 18 - Diese Bundesliga-Topelf gehört nicht zu den Nominierten für das Team des Jahres