Johannes Eggestein ist seit einigen Jahren das große Talent beim SV Werder Bremen. Doch seine Entwicklung stagniert. Für die Profis kam er bislang nur fünfmal zum Einsatz und spielte dabei kein einziges Mal länger als 45 Minuten. Nun meldet sich Cheftrainer Florian Kohfeldt zu Wort und analysiert die Situation. 


"Es geht bei ihm um eine stabile Entwicklung. Klar ist: Ein näheres Heranrücken an den Bundesliga-Kader macht nur dann Sinn, wenn auch eine realistische Chance auf längere Einsätze besteht", erklärte der Coach am Dienstag gegenüber dem kicker. "Ansonsten ist Spielpraxis bei der U23 die besser Variante."


Und diese bekam er schon in der Hinrunde. Achtmal kam er in der 3. Liga zum Einsatz, blieb allerdings ohne Tor-Erfolg. Erfolgreich ist der 19-Jährige hingegen im Dress der deutschen U-Nationalmannschaften. Im November debütierte 'Jojo' für die U20-Auswahl und traf gegen England doppelt.


Wechsel? Nicht hundertprozentig ausgeschlossen - Neue Konkurrenz durch Sargent


Aus dem Umfeld des Spielers ist zu hören, dass ein Wechsel zumindest nicht mehr ausgeschlossen sei. Der Vertrag Eggesteins läuft noch bis Mitte 2019. Im Sommer 2016 klopften unter anderem Topklubs wie der deutsche Rekordmeister Bayern München und Borussia Dortmund sowie englische Hochkaräter in Form von Manchester United und FC Liverpool an. Am Ende entschied sich das Juwel jedoch für die Grün-Weißen, vor allem, weil er sich in Bremen am meisten Spielpraxis erhoffte.

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Josh Sargent (Mitte) wechselt im Februar an die Weser



Das könnte ab Mitte Februar noch schwieriger für ihn werden. Dann unterschreibt das US-amerikanische Top-Talent ​Josh Sargent langfristig beim Bundesligisten und soll über die U23 an die Profis herangeführt werden. Der Stürmer, knapp zwei Jahre jünger als Eggestein, gilt nach BVB-Star Christian Pulisic als größte Hoffnung im US-amerikanischen Fußball und wird somit eine große Konkurrenz für Eggestein darstellen. 


Doch Werder-Manager Frank Baumann wiegelte bereits vor einigen Tagen gegenüber BILD ab. "Für Johannes bedeutet der Sargent-Transfer nichts. Warum können die beiden in den nächsten beiden Jahren nicht zusammen spielen? Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die beiden hervorragend zusammenpassen", erklärte er.