​Der FC Arsenal gewann sein Auswärtsspiel gegen Crystal Palace am vergangenen Spieltag der Premier League mit 3:2. Damit stehen die 'Gunners' nun auf dem 6. Tabellenplatz, punktgleich mit Tottenham Hotspur. Doppelt erfolgreich war dabei Alexis Sanchez, der nach Shkodran Mustafi den zweiten und dritten Treffer für die Londoner erzielte. Laut Sky-Experte Thierry Henry offenbarte sich beim Torjubel des Chilenen dann ein Riss, der sich durch das Team zieht.


Bekanntlich läuft der Vertrag von Alexis Sanchez zum 30.06.2018 aus. Gerüchte um einen vorzeitigen Abschied existieren schon lang. Ein Wechsel zu Manchester City im kommenden Transfer-Fenster scheint durchaus realistisch zu sein. Der Chilene steht bei Fans und Experten immer wieder in der Kritik, da sein Verhalten auf und außerhalb des Platzes nicht immer den Anforderungen entsprach. So sorgte beispielsweise eine Szene in der Vergangenheit für Aufsehen, in der der Chilene einen missglückten Schuss eines Mannschaftskollegen mit einem Lachen kommentierte.


Die Statistiken sprechen indes für den 29-Jährigen: in der aktuellen Spielzeit erhielt dieser von Arsène Wenger 19 Einsätze in allen Wettbewerben, erzielte dabei acht Treffer selbst und legte vier weitere auf. 

Laut Henry wurde nach dem Torerfolg von Sanchez deutlich, dass nicht alle Spieler im Kader hinter dem chilenischen Angreifer stehen. "Es gibt eine Spaltung in der Mannschaft. Er fordert sie dazu auf, zu kommen. Warum kommen sie nicht? Wollt ihr nicht feiern?", so versteht Sky-Experte und Arsenal-Legende Thierry Henry die Szenen im Spiel. Gleichzeitig kritisiert der 40-Jährige das Verhalten der Mitspieler.

"Ihr seid nicht hier für Alexis Sanchez, ihr seid hier für Arsenal. Arsenal hat getroffen, geht und feiert. Wer auch immer es macht, uns ist es egal, geht und feiert mit euren Teamkollegen", so Henry weiter. Gleichzeitig schränkt der Franzose aber ein: "Vielleicht lesen wir hier zu viel hinein, aber ich habe es bemerkt. Sanchez sorgte dafür, dass ich es bemerkte. Es war so, als habe er gedacht, er sei allein."


Der ehemalige schottische Mittelfeldspieler und Trainer Graeme Souness sprang dem Franzosen zur Seite. "Das sagt einem, dass die Umkleidekabine gespalten ist. Das zeigt, dass sie Sanchez momentan nicht haben. Ich sehe das nur, wenn Mannschaften 5:1 führen, nicht 2:1. Es ist klar, dass es eine Dynamik in der Umkleide gibt, die nicht gut ist", so der 64-Jährige. Schon bald könnte sich die Zukunft des Chilenen entscheiden und er könnte zeitnah für ein anderes Team auf Torejagd gehen.