​Im Weihnachtsinterview mit der Bild sprach Sven Ulreich vom FC Bayern München über seine Situation beim Tabellenführer, die Zukunft in München und gab auch Joachim Löw indirekt einen Rat für die Nominierung seiner Torhüter.


Noch im Sommer hätte Ulreich selbst wahrscheinlich am wenigsten damit gerechnet, dass er in der Hinrunde der laufenden Bundesliga-Saison maßgeblich am Erfolg der Bayern beteiligt sein würde. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Manuel Neuer rückte Ulreich zwischen die Pfosten des Rekordmeisters und machte nach anfänglichen Wacklern eine immer bessere Figur. Zuletzt legte sein Trainer Jupp Heynckes den Verantwortlichen nahe, unbedingt mit dem 29-Jährigen zu verlängern. 


Gesprächsbereitschaft seitens Ulreich scheint jedenfalls vorhanden: "Ich lasse es auf mich zukommen. Klar ist es schwer, sich wieder auf die Bank zu setzen, wenn man Blut geleckt hat, das Kribbeln wieder hatte, das als Nummer 2 ein wenig abhanden kommt. Aber ich fühle mich beim FC Bayern wohl, es macht enorm Spaß. Bayern ist der erste Ansprechpartner – und muss ja auch erst mal wollen." 


Dass ihn auch Joachim Löw haben will, hielt der Torhüter indes für sehr unwahrscheinlich. In seinen Augen glich eine mögliche Nominierung für den Weltmeisterschaftskader sogar einer Ungerechtigkeit: "Ich werde nach Manus Rückkehr in ein, zwei Monaten wieder auf der Bank sitzen. Dann wäre es ein Stück weit ungerecht, wenn einer bei der WM dabei wäre, der gar nicht spielt."

Vielmehr brachte Ulreich seinen Konkurrenten Ralf Fährmann vom FC Schalke 04 ins Gespräch. Während die Königsblauen in der Tabelle hinter den Bayern rangieren, sieht er Fährmann leistungsmäßig definitiv überlegen: "Aber nehmen Sie nur mal einen Ralf Fährmann. Er bringt seit Jahren konstant gute Leistungen auf hohem Niveau als Nummer 1, war noch nie dabei."


Da Ulreich momentan der Mann der Stunde ist, wird auch Löw diese Aussagen bestimmt lesen und sich wohl nochmal durch den Kopf gehen lassen, ob nicht Fährmann tatsächlich eine Option sein könnte.