Schalkes Shootingstar Armine Harit wandelt auf den Spuren von Neymar. Zumindest was die Anzahl der Foulspiele gegen ihn betrifft. Der 20-Jährige ist schon jetzt einer der gefährlichsten Dribbelkönige Europas, was unter anderem diese Statistik beweist.


​Mit Armine Harit hat Schalke 04 im Sommer einen echten Volltreffer gelandet. Der 20 Jahre alte Marokkaner hat sich unter Domenico Tedesco auf Anhieb als Stammspieler etabliert. Egal ob auf der 'Achter'-Position oder über den Flügel - Harit konnte bislang überzeugen.


In 15 Einsätzen, 13 davon in der Startelf, erzielte Harit in der Bundesliga zwei Treffer und bereitete sechs Tore vor. Beim 3:2-Sieg gegen den FC Augsburg vernaschte er im ersten Durchgang Gegenspieler Philipp Max und legte Franco Di Santo das 1:0 auf. Zugegeben, bei seiner abgefälschten Hereingabe hatte er etwas Glück, dass der Ball bei seinem Mitspieler landete. Den Siegtreffer leitete Harit mit einem Foulspiel gegen ihn ein. Den fälligen Strafstoß verwandelte Daniel Caligiuri.


Es ist mittlerweile zum gewohnten Bild für die Schalke-Anhänger geworden: Der in Frankreich geborene und aufgewachsene Marokkaner ist häufig nur regelwidrig zu stoppen. Laut einer Statistik von ScoutedFootball belegt Harit Rang zwei bei den meistgefoulten Spielern in den Top-fünf-Ligen Europas. Gezählt werden nur Profis, die auf mehr als 1.000 Minuten Einsatzzeit kommen. Harit wird demnach 4,3-mal pro Partie gefoult. Vor ihm steht nur ein gewisser Neymar.

Heidels goldenes Händchen


​​Ganz so teuer wie der 222-Millionen-Euro-Brasilianer von Paris Saint-Germain war Harit nicht, als er im Sommer nach Schalke wechselte. Acht Millionen Euro überwiesen die 'Knappen' an Ausbildungklub FC Nantes. Manager Christian Heidel hat mit dem 20-Jährigen ein goldenes Händchen bewiesen. Denn allzu beeindruckend waren Harits Zahlen in der letzten Saison nicht. Nur ein Tor und eine Vorlage brachte er in 30 Ligue-1-Einsätzen zustande.


Mittlerweile hat sich Harits Marktwert durch die starken Leistungen in 'Königsblau' seit dem Sommer auf acht Millionen Euro vervierfacht. Tendenz steigend, denn der kleine Marokkaner ist jetzt schon einer der gefährlichsten Dribbler Europas. Das beweist nicht nur die Foul-Statistik. 56 Prozent seiner Offensiv-Zweikämpfe hat er bislang in der Bundesliga gewonnen - ein herausragender Wert.


Macht er so weiter, wird man auf Schalke noch viel Freude an Harit haben. Sein Vertrag in Gelsenkirchen läuft noch bis 2021. Es wird aber wohl nicht mehr lange auf sich warten, bis die ersten europäischen Spitzenklubs anklopfen.