​Tiemoué Bakayoko war einer der absoluten Shootingstars der letzten Saison. Gemeinsam mit den anderen jungen Wilden der AS Monaco begeisterte er Fußballeuropa in der Königsklasse und feierte sensationell den französischen Meistertitel. Im Sommer folgte er dann dem Ruf des FC Chelsea, ist bei seinem neuen Arbeitgeber aber noch nicht richtig angekommen.


Als Nachfolger des zu Manchester United abgewanderten Nemanja Matic soll Bakayoko neben seinem Landsmann N'Golo Kanté für Stabilität in Chelseas Zentrale sorgen und nebenbei auch nach vorne Akzente setzen. Sein Trainer Antonio Conte traut dem 22-Jährigen diese Rolle durchaus zu - in 19 von 24 möglichen Pflichtspielen stand der Neuzugang auf dem Platz. 


Rundum überzeugen konnte Bakayoko dabei bislang aber noch nicht. Zu oft trifft er falsche Entscheidungen, was einerseits mit mangelnder Erfahrung zusammenhängt, andererseits oft auch mit dem Versuch, besonders zu glänzen. Was zu der Szene geführt hat, die gestern bereits während der Partie durch die sozialen Medien ging, ist allerdings deutlich schwieriger zu erklären. 

Conte stellt sich hinter Bakayoko


Chelseas Trainer Antonio Conte sprang seinem Schützling nach dem Spiel gegen Atletico Madrid zur Seite. Der Franzose sei schließlich erst 22 und arbeite hart daran, sich zu verbessern und an Chelseas Spielweise zu gewöhnen. Es sei wichtig, dass er weiterhin an sich arbeite und akzeptiere, dass Fehler zu seiner Entwicklung gehörten. 

Das Vertrauen des Italieners in Bakayoko ist also nach wie vor ungebrochen, und alles andere wäre bei seinen Anlagen auch höchst verwunderlich. Dass es nach dem Wechsel auf die Insel Anpassungsprobleme geben würde, war abzusehen oder zumindest nicht auszuschließen. Wenn Bakayoko sein Potential dauerhaft auf den Platz bringen kann, dürfte er zusammen mit Kanté eines der besten Mittelfeldpärchen der Premier League bilden - mit Conte scheint er genau den richtigen Förderer an seiner Seite zu haben.