Die Reservemannschaft des VfB Stuttgart rangiert in der Regionalliga Südwest derzeit auf einem respektablem elften Tabellenplatz. Aufgrund hoher Unterhaltskosten in der dritten Liga könnte die U23 allerdings im nächsten Jahr vom Spielbetrieb abgemeldet werden. Damit man die vielen jungen Talente nicht alle ziehen lassen muss, denkt man in Stuttgart über eine mögliche Kooperation nach.


Auch andere Bundesliga-Vereine wie Bayer 04 Leverkusen oder Eintracht Frankfurt haben in den vergangenen Jahren ihre zweiten Mannschaften zurückgezogen. Aus wirtschaftlichen Gründen hatte es sich dort zuletzt nicht mehr gelohnt, die U23 aufrecht zu erhalten. 


Auch der Stuttgarter Reserve könnte dieses Schicksal in Zukunft ereilen. Noch denkt man beim Aufsteiger aber auch über Alternativlösungen nach. VfB-Manager Michael Reschke hat dem deutschen Ligaverband DFL die Einführung eines Zweitspielrechts vorgeschlagen, wie es beispielsweise im benachbarten Österreich praktiziert wird. 


Im Gegensatz zu den wenig flexiblen Leihgeschäften, bietet das Zweitspielrecht die Möglichkeit, dass ein Spieler in einer niederklassigen Liga Erfahrungen sammelt, aber trotzdem jederzeit für seinen Stammverein verfügbar ist. Als potentieller Kooperationspartner wird der 1. FC Heidenheim genannt.

Laut der ​Heidenheimer Zeitung fanden wohl auch erste lose Gespräche statt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es allerdings noch völlig offen, ob das Zweitspielrecht überhaupt kommt. Dennoch denkt man wohl darüber nach, zumindest in anderen Bereich schon jetzt mehr zu kooperieren. Angeblich will man beim Scouting, der Talentsichtung oder auch bei der Aus- und Weiterbildung von Nachwuchstrainern in Baden-Württemberg fortan enger zusammenarbeiten.