Jose Mourinho bastelt weiter am Kader von Manchester United. Neben den Gerüchten um einen Transfer von Marouane Fellaini, ​dessen vorzeitigen Verkauf die Bosse ablehnen, soll Mourinho vor allem einen jungen Spanier auf dem Zettel haben.

Einem Bericht des ​Independent zufolge, soll der 20-jährige Carlos Soler das "Haupt-Transferziel" der 'Red Devils' sein. Demnach wolle Mourinho den Mittelfeldspieler des FC Valencia schon im Januar verpflichten. Im Raum steht eine Ablöse von rund 45 Millionen Euro. Ebenfalls denkbar sei ein Tauschgeschäft, bei dem Andreas Pereira beteiligt sein soll. Pereira ist derzeit an den FC Valencia ausgeliehen und könnte im Gegenzug permanent zum Tabellenzweiten der Primera Division wechseln, doch auch bei solch einem Transfer müsste Manchester United noch ein paar Millionen Euro zusätzlich zahlen.

Der junge Carlos Soler machte im Dezember vergangenen Jahres sein Debüt für den FC Valencia und wurde im Januar aus der B-Mannschaft hochgezogen. In dieser Saison stand der Spanier in jedem Spiel in der Startelf und kommt dabei auf ein Tor und vier Vorlagen. Auffallend hierbei ist die Variabilität Solers, der bislang sowohl im Zentrum, als auch auf den beiden Außenbahnen eingesetzt wurde.


Wie Independent weiter berichtet, sei Mourinho aufgrund der Verletzung von Paul Pogba darauf hinaus, einen Spieler für das zentrale Mittelfeld zu verpflichten. Dadurch fehlen dem Trainer von Manchester United einige Optionen in der Zentrale, für die derzeit nur Nemanja Matic, Ander Herrera und Fellaini zur Verfügung stehen. Hinzu kommt, dass Marouane Fellaini seinen im Sommer auslaufenden Vertrag noch immer nicht verlängert hat und ein Abgang nach der Saison immer wahrscheinlicher wird. Durch sein zusätzliches Potenzial auf den Außenbahnen dürfte Soler auch dort für Entlastung sorgen und möglicherweise Ashley Young ablösen.


Ein Transfer von Soler wäre für den FC Valencia ein sportlicher Rückschlag, finanziell aber wahrscheinlich notwendig. Nachdem das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Minus von rund 26 Millionen Euro abgeschlossen wurde und man zum dritten Mal rote Zahlen schrieb, summieren sich die Defizite auf rund 70 Millionen Euro. Demnach erscheint ein Verkauf des spanischen U21-Nationalspielers als lukrativ, um finanziell Luft holen zu können.