Mit der schwedischen Nationalmannschaft kämpft Albin Ekdal um den Einzug in die Endrunde der Weltmeisterschaft in Russland. Das Playoff-Hinspiel gegen Italien absolvierte er noch über eine Stunde, im Rückspiel wird der Mittelfeldmann wohl abermals verletzt nicht zur Verfügung stehen. Ein Leid, von dem der Hamburger SV ein Lied singen kann.


Am heutigen Montagabend (20.45 Uhr) geht es in Mailand um eines der letzten Tickets für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr. Die Auswahl Schwedens will gegen den viermaligen Weltmeister Italien das 1:0 aus dem Hinspiel über die Zeit retten und sich so für das Fußball-Großereignis qualifizieren. Den Drei Kronen nicht zur Verfügung steht Albin Ekdal.


Aufgrund einer Oberschenkelverletzung wird er dem entscheidenden Playoffspiel fernbleiben – und wohl auch dem Hamburger SV am Sonntag (15.30 Uhr) beim Gastspiel auf Schalke fehlen. „Er ist ja schon mehrfach verletzt von der Nationalmannschaft gekommen“, ist HSV-Sportchef Jens Todt im kicker wenig begeistert. Seit Ekdal im Sommer 2015 von Cagliari an den Volkspark wechselte, stand er nur in 43 von 79 Ligaspielen zur Verfügung. Daraus resultieren zudem nur 20 Begegnungen über die volle Dauer.

Sweden v Italy - FIFA 2018 World Cup Qualifier Play-Off: First Leg

Albin Ekdal (l.) wird den Schweden im Rückspiel wohl fehlen


Eine Operation am Sprunggelenk, ein Sturz in einen Disco-Glastisch, der eine tiefe Fleischwunde am Rücken verursachte: Ekdal blieb von Verletzungen nicht verschont. Seither klagt der schwedische Nationalspieler immer wieder über muskuläre Probleme. „Wir müssen Albin immer wieder rausnehmen aus der Belastung und diesen Zustand derzeit akzeptieren. Wir müssen ihn bis zur Winterpause durchschleppen“, so sein Klubtrainer Markus Gisdol.


Nichtsdestotrotz will Ekdal alles dafür geben, um auch im Rückspiel gegen Italien auf dem Platz zu stehen. In der Hansestadt sei man „natürlich besorgt“, schiebt Manager Todt nach. Mit 2,5 Millionen Euro Jahressalär ist der Mittelfeldmann in der oberen Etage des Hamburger Gehaltssegments angesiedelt. Sporting Lissabon gilt als interessiert. Bisher bestehe aber noch kein Kontakt zum HSV, lediglich zu dessen Beratern.