​Mittelfeldspieler Naby Keita vom Bundesliga-Vizemeister RB Leipzig droht Ärger. Wie am Freitag bekannt wurde, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Nationalspieler aus Guinea. Dem 22-Jährigen wird Urkundenfälschung in zwei Fällen vorgeworfen. 


Wie verschiedene deutsche Medien am Freitagabend übereinstimmend berichten, droht dem zentralen Mittelfeldmann von RB Leipzig nach der angeblichen Führerschein-Fälschung eine hohe Geldstrafe. Angeblich habe Keita eine guineische Fahrerlaubnis aus seiner Heimat umschreiben lassen wollen. Auf Nachfrage der BILD bestätigte Gerichtssprecher Stefan Blaschke den Strafbefehl gegen den Leipzig-Star. "Er wollte das Papier in eine deutsche Fahrerlaubnis umschreiben lassen," so der Justizbeamte. Keita soll gleich zwei Mal gefälschte Papiere vorgelegt und sich so strafbar gemacht haben.

Sollte der Afrikaner für beide Fälle bestraft werden, droht ihm eine Geldstrafe in Höhe von insgesamt mindestens 200.000 Euro. Wie Blaschke weiter erklärte, wurden die Papiere des Fußballprofis von Spezialisten des sächsischen Landeskriminalamtes als "Totalfälschungen identifiziert", weshalb es im schlimmsten Fall nun sogar zu einer "Strafe im sechsstelligen Bereich" kommen könnte. 


Beim Vizemeister der abgelaufenen Saison zeigte man sich in Bezug auf die Anschuldigungen gegen den Leistungsträger entspannt. "Dieser Vorgang ist uns bekannt. Wir gehen nach eingehenden Gesprächen nicht davon aus, dass es sich um eine Fälschung handelt. Der Anwalt von Naby ist eingeschaltet und wartet nun auf Akteneinsicht", teilte ein Sprecher des Vereins mit. 


Bereits in der Vergangenheit hatte es bei BVB-Star Marco Reus einen ähnlichen Fall gegeben. Der DFB-Nationalspieler wurde 2014 zu einer Geldstrafe von rund 540.000 Euro verurteilt, nachdem er zuvor mehrere Jahre ohne gültigen Fahrerlaubnis unterwegs gewesen war.