Nach dem schwachen Auftritt gegen Aufsteiger Hannover 96 in der Bundesliga trifft Borussia Dortmund in der Königsklasse am heutigen Abend auf Apoel Nikosia. Die Kritik der letzten Wochen soll dabei aber laut BVB-Boss Watzke keine Rolle spielen und es sei in seinen Augen ohnehin unangemessen, wie der 58-Jährige im Interview mit Sky erklärte. 


Nicht erst seit dem schwachen Auftritt in der Bundesliga gegen Hannover steht besonders Dortmunds neuer Trainer Peter Bosz öffentlich in der Kritik. Einer der davon nichts wissen will ist Hans-Joachim Watzke, der klarstellt: "Ich weiß natürlich auch, dass alle in Deutschland seit Jahren danach gieren, dass es in der Tabelle mal wieder richtig spannend ist. Aber Bayern München hat nach wie vor eine absolute Weltklassemannschaft." Diese sei zu jedem Zeitpunkt in der Lage alle Spiele zu gewinnen, erklärte der Dortmund-Boss weiter. 

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Peter Bosz (Bild) steht seit mehreren Wochen im Zentrum der öffentlichen Kritik


Schon in der Vergangenheit hatte Watzke öffentliche Kritik am BVB mit Unverständnis quittiert. Diesmal ging der 58-Jährige aber noch ein Stück weiter: "Das ist krank, wenn man schreibt, dass ein Tabellenführer in der Krise ist und über diesen Tabellenführer berichtet, als würde er kurz vor dem Abstieg stehen. Man muss mal die Kirche im Dorf lassen." Mit dieser Einschätzung dürfte Watzke durchaus Recht haben, dennoch muss dem Dortmundern klar werden, dass man nach dem starken Saisonstart in den kommenden Wochen nachlegen muss. 


Auch vor dieser Herausforderung will der Club-Boss nicht die Augen verschließen: "Und das man ehrlich gesagt manchmal ein bisschen mehr Gegenwehr leisten hätte können, das ist mir auch aufgefallen." Besonders im Duell mit Aufsteiger Hannover 96 war aufgefallen, dass sich die Dortmunder extrem schwer taten den Zugriff aufs Spielgeschehen nach dem Rückstand zurückzugewinnen. Schlussendlich fehlte es dem Favoriten scheinbar an der nötigen Einstellung, die auch gegen den angriffslustigen Underdog nötig war. 

Trotz allem sieht Watzke dem Topspiel am Wochenende gelassen entgegen, wenn sich die Rollen im Vergleich zum vergangenen Wochenende vertauschen werden. "Wir haben das Spiel gegen Bayern München vor der Brust und du kannst am Samstag auch wieder Tabellenführer werden - nur mal am Rande bemerkt", bringt es der 58-Jährige auf den Punkt. 

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