Manchester United - Tottenham Hotspur 1:0 (0:0)

1:0 Martial (81.)


Im altehrwürdigen Old Trafford empfing Manchester United um Trainer José Mourinho die Tottenham Hotspur zum Spitzenspiel des 10.Spieltages der Premier League.

Beide Teams standen vor der Begegnung bei 20 Punkten – fünf hinter Spitzenreiter Manchester City. Im Grunde konnte also nur der Sieger der Begegnung an Pep Guardiolas Mannen dranbleiben und weiterhin Ambitionen in Richtung Titel äußern.


Mit nur einem Punkt aus den vergangenen beiden Partien, darunter das peinliche 1:2 in Huddersfield, wollte Manchester United gegen die Spurs zurück in die Spur finden. Für die Gäste galt es in erster Linie den Ausfall von Superstar Harry Kane zu kompensieren, der mit einer Oberschenkelverletzung passen musste.


Die Geschichte der ersten Halbzeit ist schnell erzählt: Dort, wo Spitzenspiel drauf stand, war nur wenig Spitzenspiel drin. Beide Teams neutralisierten sich aus einer geordneten Defensive heraus und ließen vor dem eigenen Tor wenig anbrennen. Lediglich ein Freistoß von Marcus Rashford (13.) auf der einen Seite sowie ein Abschluss von Moussa Sissoko auf der Gegenseite (28.) sorgten für den Hauch von Torgefahr.


Nach der Pause zeigte sich vor allem United deutlich verbessert und präsenter. Nach einem Mkhitaryan-Schuss, den Lloris nur abprallen lassen konnte, musste Davies schon in höchster Not gegen Rashford klären. (55.) Wenig später zog Antonio Valencia nach einer Ecke vom Sechzehner ab – und jagte das Leder denkbar knapp über den Spurs-Kasten. (64.)



Generell kam das Spiel nun temporeicher daher, doch Großchancen sollte es erst in der Schlussphase geben: Zunächst konnten die Spurs quasi aus dem Nichts für Gefahr vor dem United-Tor sorgen, als Alli nach Eriksen-Flanke vor De Gea auftauchte (78.), kurz darauf scheiterte Lukaku per Kopf nur am Pfosten. (79.)


Und der dritte Hochkaräter der Schlussviertelstunde wurde genutzt: Einen weiten De Gea – Freistoß verlängerte Lukaku auf Martial, der freistehend vor Hugo Lloris die Nerven behielt und trocken zum 1:0 für die „Red Devils“ einschob. Die Spurs stemmten sich gegen die Niederlage- doch entwickelten zu wenig Durchschlagskraft. Auf der anderen Seite konnte Jesse Lingaard nach einem Konter freistehend nicht für die Entscheidung sorgen (90.)


Somit blieb unter dem Strich ein aufgrund der verbesserten zweiten Halbzeit verdienter United-Sieg stehen. Tottenham konnte offensiv kaum Nadelstiche setzen, was nicht zuletzt auf das Fehlen von Harry Kane zurückzuführen war. United bleibt somit dran am Stadtrivalen City – Tottenham muss erst einmal abreissen lassen.